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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
Entstehung
Seite
235
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Dritten Shells Drittes Buch.

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und legs auf die Wunden / das reiniget ftlbige von al- Diesc z. Stücke mache zu Pulver ; Ottban,. Ä^yr

Andorn mit Honig tem-

ler Unsauberkeit und Eirer.perm/ reiniget die Wunden auch.

z. Frische Wunden zu heilen. Betomen- Blättermir Saltz gestossen / und aufdie frischen Wunden ge-^ legt/heiler gar sehr. Eine fnsche Wunde / wann sienicht tieffist/ kan in einein Tag geheiler werden/so manSafftvon denimMörßner zerstoßnen Blättern ni.conc^^-x darüberlegt/ wann aber die Wunde rieffist /so muß man sie mit Wein oder Menschen-Urin reinwasä)en / darnach Seinene Tüchlein m den Saffr ne-tzen/und mitzerstoßnenBlättern überschlagen: Damit! aber solcheroffmr Schade destoeher heyle/soll mandie! Wunde inwendig und auswendig mit gemeldtem^ S-Mt waschen und saubern. DiesesKraur gedörrct/hat gleiche Würckung undKrafft. Man muß es aberalso dörren': Nimm der schönsten und mittelmäßigenB-aner/ bindesie meinem Faden zusannnen / stellesie in eine Kammer/ dochöaß kein Sonne/Wind/nochLussr da^zu kom-ne/ behalte sie also gantz/ und wanndusie gebrauchen will / so pulverisier sie/und streue sie indie Wunden. Dieser Balsam ist zu frischen Wun-den auch trefflich bewahrt. Nimm Mastix / Weyh-rauch 2.Loth/we>ß Hartz einDfund/TerpentiN/Baum-OU i. Lory/ Grünspan ein hal > Lolh.

4. Alte Schäden zu heylm. Nimm gelb War /Hartz/Colophoma/ Te^peucin/Bleyweiß/weissenVi-'tnoi/ jedes 4. Loth/Rojen-Oel/Eyer-Oel/ ansein-Loch/Perlen-Mmter/ rohe Eorall^n/ Mastix/ Weyh-rauch / Magnökstein / Campner ein Drachm. Mi-sche es unceieMa«der/und macheein Pflaster daraus.Nim n Rocken Rooen( wie im Rocken wachsen/ Tssind schwartze Korner) legs aufdie faule Wunden/ sowerden sierem.

Irem ein halb Pfund Glett/ein wenig Hartz/ einhalb Pfund Schmutz/und emPfund Baum--Oel /recht vermischet/das heyler alle faule »Schäden / undWunden. Brenne em Wasseraus faulen Aepsseln/damit heylest du alle um sich fressende Schaden /schwi tze Blattern/ja a>lch Krebs/ Wolff/undBrand-Schaden/ wiesie seyn nwgen/ vierjache Tüchlein dar-ein gencket/ und aufgeleger/ wann die trocken worden/so wasche sie aus/und lege andere auf/ dann kanst dusie wieder auflegen/ so ziehen sie allen Brand und Gisstaus/ und heylen solche Schäden mir Gewalt. NimmSchmaltz/ laß zergehen/doch nicht sieden / thue darzuBlehwciß/ temperirs untereinander/ doch daß dasBleyweißsürschlage; Laß durch ein Durchlauft lauf-ten in ein Geschier mir kaltem Wasser/ so laussc dasBleyweiß wieder zusammen/und ist eine köstlicheSal-be / nicht allein zu den alten Schäden/sondern sie lö-schet auch den Brand/Heisse Schaden/und leget dieGeschwulst. Nimm Wax 8. Loth/Hartz und Mapen-Schmaltz / jedes z. Loth/ Terpentin 2.Loth/ Dachs-Schlnaltz/ i.Loth/Waldmannlem/Sinnaw/ Heid-nisch Wund-Kraur / jedes 4. Loth/ Brandlwein für2. Pfennige. Hacke dieKraurer klem / und sieds Mit-einander/ biß die Krassr wol heraus kommt / jo sey he esdurch/ und drucks aus. Nimm Ferms / Wax/ Ter-pentin/ Gold-Glm/Gallmey/4. Drachm.

Vivi, ReiN'B^'" 2 D.uchm. Scbwcsel 1. Drachm.

^ chen/gebrannrHirsch-Horn/einund ein halbDrachm.Saltz2.Drachm. iViilc..', Lmsilaürum. ^unmTormentill/ siede sie im Wasser oder Bier / laß wohlsieden/trmck davon Abends und Morgens 2. oder z.Löffel voll/ und «ß und trinck nichts tnehr darauf. Dasist ein krasstlger Tnmck zu heylen alt. Schaden inwm-dig zu heylen vom Grund helaus. Du soll denScha-denüuch auswendig darnur einetzm undwaschen. Dalisiede immer Wasier von dieser Tornientill Wurtzel/dann je langer man darvon siedet/ je mehr sie von sichgiebt. Du kanst auch folgendes Pflaster' darauf le-gen. NilnmWax 6. Loth/Rosen^Oel z.Lorh / Tan-nen Hartz 6.O.uiM/ Olcum kanAuinisÖisconis, jedeseinLoth/ ^ivezi^tjcumH.Quint/Blevweiß/ Mastix/Weyhrauch i.Lorh/hieraus macheein Pflaster.NimBircken- ^asst/ destillire den per ^lcmbicum, wa-schedie alte Schädenoder Wtinden damit des Tagesdreymahl/und lege allweg folgendes Pflaster darauf.Nimm geläutert weiss Hartz und Jungfraum-Wax /jedes gleich viel: Serlaß es durcheinander/ macheein^ Pflaster daraus. Ehe du nun dieses Pflaster über-legest/ so streue darein des Pulvers von Bucken-Rm-den/ dadasWeisse oben hcrab gezchahlet' das anderegcdorret/gepulver ^/ANd durch ein Gewültz Säibleingerädolt i>t. Nimm des Schmalhes / so i,n Mapengejamlet worden / laß es an der Sonnen zergehen /schäum esab/mmm dann gleich viel Hönigs von einemjungen Jmen-Srock / und recht Kernen oder Wautzen-Meel/ so viel du bedarffst/ mache ein Pflaster dar-aus/lege alle Tag eines über den Schaden/ so heylet er.N»nm rothe Korn-Rosen - Wasser / und Eichen-Wurm-Meel/ tempenrv untereinander / daß es werdewie ein Pflaster/ legs über/ es heylet und löschet alleHitze. Nimm alt Rcinberger-Schmeer und Speck /Ochsen -Mschlit/ Hartz / Wax/ Baum-Oel/undSpangrun/ so viel vonnöthen/ dann gestossneLorbeer/siedees im Eisig/ und seyhe es durch ein Tüchlein/ thuees zur obbeschriebetten Materi/ laß untereinander sie-den/ und rührs biß kalt wird. Nimm ein Loth Cam-pffer / 2. Lorh Alaun/ 2. Loth Galitzen-Stein/ 2. LothSalarmoniae/ das pulverisier alles wol/ und laß die-ses Pulver in drey Maaß Brunnen-Wasser wohl sie-den; Halte das Bein darem eine Stund und mehr /und lege dann das obdeschriebene Pflaster darüber.Nimm 4. Loch Galbam / zwey Loth weissen Weyh-rauch/ zwey Lory Gallwurtzel / vier Loth Wax/ zweyLoth Hirschen-Unschlitt/ zwey Loth Glett/drey LothAgrimoma/ das laß warm untereinander werden /darnach nunin spitzigen Wegrich ein gut Theil / undsiede das mit Wein/dann reibs durch ein Tuch / undrühr die vorgenannte Stücke darunter aus einemKohl-Feuer / folgends laß kalt werden/ und wa-sche es hernach nut Frauen-Milch wol aus/so hast due.n gut Pflaster,

s.Osine s chaden. Nimm Syraw/Ehrenpreiß/und Lybtsch/ diese z. Krauter siede im Wasser/waschedenSchaden darnnt aus / und lege der Blatter einso-der zwey drüber/ es heylet zu» Ist aber der Schadengroß / daß er voll faules Fleisch ist/ so nimm (5 tumpff-Kraut-Wurtzel/ siedeesimWaM/ulldtrinck davon/

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