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sondern sich auch länger hält/M die Trauben / istauch nicht anbillich / daß man ihn im Brauch hat/weil er/ alle Ding zuzurichten/ viel besser Und bequemli-cher ist.
17. Wann zu der Herbst-Zeit der Most gekaltert/kan man aus den Trästern oder Drüsen Brod ma-chen/ das sättiget wohl/und-erquicket die/ so grosseHitze haben. Und hat sich derentwegen niemand zubefürchten oder zu beklagen/ daß.solche Traftemge-'meiniglich unrein/ auch viel Spmnen / Schnacken/und anders Ungeziefer mit hinein getretten / dann/weil jederman gern neuen ungegornen Most/von derKalter her/ mit grossem Lust und Verlangen zu-rrin-cken pfleget/ warum sollte man dann aus den Trö-stern / daraus doch alles unreine und vergifftes ge-kältert und rein ausgepreßt wird / nicht Brod ma-chen? Auch kan man ihm / mit ein wenig Kreiden/ins Säuer-Wasser gethan/helffen / daß es nicht soein heßliches Msehen und Farbe habe/ denBeschmackaber mit Honig verbessern. Besorget sich -denn -je-mand von dem Gisst/ der thue Wachholder-Beer/Lorbeer- Blatter / oder undereGifft -Krämer hinein/wann die Noch vorhanden/daß manes brauchen und«ssenmuß.
18» Aus Pinien- oder Pimper-Nüßlein ist gar eingutes Brod/gleichfalls von Dattel-Kernen/noch einbeffers zu bereiten. Dann es ist einmahl gewiß/ undvon jedermann bekannt / daß gemeldte Stuck son-derlich genutzet/die Natur trefflich wohl starcket/er-wecket und lustig machet / darum dann auch diesesBrod/ viel besser/dann Feigen-Brod / oder so vonandern dergleichen groben und blähenden Materiengemacht. GeMeldter Art und Eigenschafft ist auchdas Oliven-Brod / wann es von den zeitige» Oli-ven gemachet wird/ dann es ist t-m^-rtt/ ziemlichwarm / nähret sehr wohl/und ist dem Magen gantzanmuthig / erwecket auch den Appetit oder Lust zuessen.
19. Aus unsern gemeinen Heydel-Beeren/kan manauch wohl ein Brod machen / weil sich ohne das/ diearmen Leute/ auch andere/ bey uns/ zum öffternmalan den Beeren allein satt essen. Und ist das Heydel-Beer-Brod/ sonderlich in den warmen Tagen/wanndiese Beeren wachsen / welches durch seine kühlendeKrafft/ den Leib stärcket/ nicht unbequem.
20. Wer da will/ kan auch üus allerhand Maul-Beeren/ so wohl aus deM einheimischen und zahmenals den wilden Brombeeren / Brod dachen / diesesist sehr gut / und erquicket die Schwachen/ insonder-heit aber ist es / denen das Zapfflein geschwollen/diedas Fieber Und böse Durchlaufen des Leibes haben/nicht allein nutz / sondern auch nothwendig. Gleich-falls wie die Maul-Beer/ sind auch die Hrd-Beerund Himbeer jedermann gesund/ und sehr lieblich zuessen.
21. Das Brod von Lorbeer« / item/von Wach-Holder-Beeren/ ist sehr gut und gesund / absonder-lich den kalten Naturen/ und wassersüchtigen Leuten/item/zu Sterbens-Zeiten/ und wann eine böse Lufft
zu btzfahren ist/denn es erhalt und bewahrt vor Faule/sättiget auch gar bald. 5
22. Die armen Leute haben an der Holder- oderAttich-Latwerge/ ein treffliches gutes Essen/ zugleich !auch eine gesunde Haus-Artzney/ dann/wann einer '<in gutes Theil von diesen auf ein Stücklein Brod !tbur / oder Mehl darunter mischet / stillet den Hun-ger gar bald/und ist den Baaren ein guter Theriack.Es sind aber alle diese Atten / wie auch anderefeuchte Brod/ viel gesünder/ werden auch krafftiger/und hatten sich langer/ wann man sie entweder garhart und dürr/oderzweymahl bacht.
2z.Allhie muß ich der Pfersing auch nicht verges-sen/dann/ wann sie gedörret/ kan man auch Brodmachen/wie im Böhmer-Land/und anderstwo der Ge-brauchist.
24. Die Ritter/samt andern Kriegs-Leuten/ in derJnful Maltha/ dachen gar Johannes-Brod / oderessen <s auch wohl roh/für den Hunger/dann es all-da wachset; Ob es aber gleich nicht jedermann nütz-lich ist/ jedoch/ wann es gleich gebachen/und anderMehl Darunter gethan wird/ ist es besser / dannen-hero es oen Schwindsüchtigen / so wol als den Hun-gerigen/ nicht übel bekommt.
25. Letztlich/wissen die Bauren/ und andere armeLeure/ von allerley Art Schwammen/ wann sie ge-dörret/gemahlen/ und unter ander Mehl gebachenwerden/ desto mehr Brod zu geben. Dann/ dieweilihrer in allen Wäldern sehr viel wachsen / aber nichtlang währen / mögen sie arme Leute wohl dörren/(dadurch sie zu essen gesund werden) und ihnen zuNutz machen: Man muß aber/ wann man sie samm-ler/guter Bescheidenheit und Aufsehens gebrauchen/dann / welche zu viel feucht sind / mW bald faulen/als dasind dieFliegen-Schwamme und dergleichen/sind vergifft/ derhalben soll man ihrer müßig gehen;Der andern aber maßig/ und eher, nicht / als wannsie wohl bereitet und zugerichtet sind/ gebrauchen.Wann man einen weissen Pappel - Baum an deinStamme / da er in der Erde siehet / spaltet / undwarm Wasser/ darinnen Sauerteig zertrieben/dar-ein giesser / wachsen innerhalb vier Tagen / rechtegute/und zu essen liebliche Schwanime daraus. Wel-ches ich so wohl zur täglichen Nothdurfft/den Hun-ger/sonderlich in Waldern und Einöden/für Knegs-Leute und andere / die im Elende umziehen/ darmitzu stillen / als den köstlichen zarten jungen Herren/so zu dieser Kost eine besondere Anmuthigkeit tragen/zu Gefallen / allhie zu End mit-anhangen wollen.Diß sind also die vornehmsten Arten Brod/ so mandurch GOrces Gnad/aus allerley Obst und Baum-Früchten/GOtt selbst dadurch zu Ehren/dem Men-schen aber/samt andern lebendigen Creaturen zum be-sten machen und bereiten kan.
26. Von Wurtzeln/ Krautern/ Specereyen/ Ge-tränck / Honig/ Oel/ Fleisch/ Fischen/Eyern/ Milchund dergleichen Materien werden auch nachfolgendeBrode bereitet. Würtz - Brod / als von Jngber/Pfeffer oder Cinamomen / dieses ist ein herrliches
Brod /