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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
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Dritten Theils Anderes Buch.

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zz. (Zloristio van» bsbct üorcs, s«ti non zrsn»:<^uis vcrbiz ck plcna, seä faätig c^ena.

Das ist:

Der eitle RuhmHat Blüth und Blum/

Die Frücht sind nicht gerathm?

Ob er ist gle«chAn Worten reich/

Ist n doch arm an Thaten.

29. (^ui multum ßioristur , non multum opeis-tur. Großsprecher arbeiten nicht gern. I^s pccorscbc piu zricja, bs msnco Istte:^sst ein ItaliänischesSprüchwort.

so. Ein Geitziger schadet dreyerley Art Leuten:Ihm/ den Armen/ und Erben.

z r. Die Geitzigen leben wie die Esel und Maul-Esel/welche eine guldneLast tragen/und darbey Heustellen.

Z2. Der Geitzige/ehe eretwas gewinnet/ verlierter sich selbst/und ehe er etwas sangt/wird er selbst ge-fangen. . .

z z.Die Kiste eines Gechgen ,st ein Grab/ woremdas Leben der Armen begraben wird.

Z4. Was der Geitzige sammlet / das vergeudetsein Erb. Was der Gesparsame zurück leget/ das wirdvon dem Verschwender ausgezehret,zs. Besser ist/ reich machen/als reich werden.z6. Geld und Gut ziehet gemeiniglich nach sichWollust und Ubermuth.

Z7 .?rimis szeculis Lonlcientiz.lcquenlibusLcicn-ns.nunc 5ntii in prcno lunt. Zu Ansang der Weltachtete man hoch das Gewissen/ in folgenden Jahrendas Wissen / heur zu Tag aber/Geld und Gut zu ge-messen.

z8. Nichts ist in der Welt zu finden / daß nichtdas Geld zuwege» bringt; Es ist kein Laster / dasnicht das Geld glücklich begehet; Es ist nichts so ver-borgen/das nicht das Geld offenbahret; Es ist nichtsso hoch und schwehr zu erlangen / dahin nicht dasGeld gelanget; Es ist nichts so heilig/das nicht dasGeld beflecken und entheiligen sollte. Alles/alles> ird durchsGeld/ ja gar die Höllen-Pforten eröff-net.

?9. Es ist besser/ du seyest viel werth/als daß du be-sitzest/ was viel werth ist.

40. ?,upcrtss «lurs, tecl tscura Lc line cura. Das

ist:

Die Armuth hat Beschwerlichkeit/

Doch lebet sie in Sicherheit/

Ist Sorgen-loß zu jeder Zeit.

4!. Der Überfluß deines Reichthums ist das Fut-ter eines fremden Verlangens.

42. Die Reichthümer sind Federn denjenigen/^dtesie wohl brauchen ; Bley aber denen / die sie übelanwenden. Vermittels jener / werden wir in denHimmel erhoben / vermittels dessen aber/in die Hollegestürtzet. Wahr ist es/was dieItalianer/Sprüch

kl. Tde»i.

worts-Weise sagen: I.' srZcnto mer» t' kuow» alt'

mlcrno, c iclt.» tuori.

4Z. Der guldne Schlüssel öffnet alle Thüren/ jajo gar die Thür des Himmels und der Höllen: Jenedurchdas Almosen/ diese durch denGeitz.

44. Welche in dieser Welt der Reichthümer miß-brauchen/die werden m jener Welt so arm seyn/daßsie auch keinen einigen Tropffen Wassers werden er-langen; so unglückselig / daß sie ihn nicht können er-langen ; und jo gottloß und verworffen/ daß sie ihnnicht sollen erlangen.

4s. Der ist nicht arm/der wenig hat/sondern derviel begehret.

46. Lebest du der Natur gemäß/so bist duniemalsarm; Lebest du aber deinen Begierden gemäß/ so bist duniemals reich.

47.Wir sollen uns also erzeigen/ nicht als ob wir we-gen des Leibes lebten / sondern als ob wirohneden Leibnicht leben könten.

48. Wer so lang gefressen hat / biß er einen E-ckel bekommen/der mag hernach fasten/biß ihn wiederhungert.^

49. Die Enthaltung und Mäßigkeit ist kein selbst-standiges Wesen/ und^hält doch drey selbststandigeWesen/ nemlich/ Leib/ ^>eel und Gut.

50. Die Wollüste dieser Welt sind wie der Aertz-te Pillulen/weiche äusserlich vergüldet und überzuckert/innwendig aber gantz bitter sind.

s i. Beydes die Wollust des Lebens/und das Lebender Wollust ist kurtz.

52. Die Liebe endet sich selten ohn« Schmertzen.

^mar^noa e lea?a smaro.

sz. In silwris r«ziminc nsn vivitur Lne «rim!-nc. ^

Das ist:

Wer sich die Liebe laßt regieren/

Den können Laster leicht verführen.

54. Vier Stücke kan man nicht verbergen/nekl-lich Liebe/ Husten/ Feuer und Schmertzen.

ss. ^msrrte» lunt amcntc».

Bas istThorheit üben/

Die da lieben.

56. Pie Liebe bindet sich an kein Gesetz. Ämore

reZzc lensa lsZKZ.

57. Die Wollust und Geilheit ist eins Flamme/ wel,che offtmals nicht durch Wasser/sondern Blut/ gelo-schttwird.

58. Die fleischliche Liebe ist ein Kampfs/ wer denfliehet/der überwindet.

59. Der brauchet eine treffliche Kriegs-List/derimKampff der Keuschheit sich nicht gegen den Feind keh-ret / sondern von dem Feind sich gäntzlich abwen-det.

60. den^ csks csro, ii bcnö paka caro.Das ist:

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