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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
Entstehung
Seite
118
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Des Adelichen Land-und FeldZebenö

BerLerchen-Gchwam/und wgs sonst vorSchwäm-me aus den Bäumen oder den Aesten und Zweigen/wider die Ordnung der Natur/herauswachsen / sindvor allerhand Gewächse / so sich an den MenschlichenGliedern ereignen/dienlich.

Die Erd-Beer sind ein Zeichen des Aussatzes/dan-nenheroksimun^us ^uljus,die inBrandwem geweich-te ErdBeer in der Cur des Aussatzes trefflich herausstreichet. Ein gleiches Zeichen haben die Ottern/de-rer praparirtes Fleisch denen Aussätzigen nützlich dar-gereichet wird.

Die Weide tragt keinen Saamen/ sondern es wirdein abgeschnittnes/ und fast gantz verdorret-scheinendesRütlein davon in die blosse Erde gestecket/ worinnensie hernach schön hervor wächset: dannenhero das zu-bereitet^ Bad vom Weidewl)c^o6W.vor Hwindendeund zusammenschrumpffende Glieder / ein trefflichesMittel ist.

Alle fleckigte Pfiantzen vertreiben die Flecken am

Menschlichen Leibe.

Cardobenedict mit seinen Stacheln/deutet auf dieCur des Seiten-Stechens; Wie auch Marien-Distel.

Das rothe Marck/ welches in den Zusammensetzun-gen der Stein-Brüche gefunden und ausgegrabenwird (insgemein die Leber der Steine genannt/) hatdas Zeichen der rothen Ruhr/wird dannenhero m sol-cher KraKckheit mit grossen Nutzen gebrauchet.

Das Windenkram/so in den besaeten Aeckern her-vorkommet/ stellet die Därmer vor; Dannenhero istsein gesottnes-Wasser in der Lviics ein sonderbaresMittel.

Das Mannkraut hat das Zeichen eines Knbses;Dannenhero berühmte sich jener Artzt (wiederoban-gezogene bezeuget) er habe vermittels dessel-ben alle Krebse der Brüste geheilet.

Die drltkc Vorstellung ist: Alles das jenige/wasaus einem Cärper die fremde Natur vertreibet / dasvertreibet auch die fremde Natur aus einem Menschli-chen Eörper. Das erste Exempel setzot Hucrcetimu»

aus k^raccllo l'ctra^. p, zy6. V0N dem ^mimonio

oder Spießglas / weil dessen Natur verzehret und rei-niget/so geschiehets /daß solches die Unreinigkeit desLeibes nicht anders wegnimmt / als es das Gold undSilber reiniget/ wie die Erfahrung bezeuget. Inson-derheit aber / vertreibet es den Aussatz/ ja alle vondenKranckheiten herrührende Uneinigkeiten.

Das andere Exempel/ reichet uns das Elend dar;Dann gleichwie dieses Thier mit der Klaue seines hin,lern rechten Fusses das Ohr reibet und kratzet / undsich also dardurch von der hinfallenden Sucht be-

> freyet; Also/wann der Mensch solche Klaue/in vorbe-! rükrter beschwehrlichen Kranckheit / in sein linckes

Oyr stecket/ und solches damit reibet / so wird er da-! von befreyet.

! Das dritte Exempel wird gezeiget an einem gefrohr-

> nen Ey/wann mann selbiges eine Zeitlang inseyrkal,

tes Wasser leget/ so wird das gefrohrne Wesen dar-ausgezogen / und das Ey wieder völlig zu recht ge-bracht:Deme werden gleichfalls alle von Kälte verder b-te Glieder/wann man sie in kaltes Schnee - Wasserleget oder setzet/ geheilet und zurecht gebracht. Als»ziehet eine Kälte die andere heraus.

V»e vierdre Vorstellung «st : Diejenige Pflan-zen/ welche entweder die Thiere selbst / oder derselbenGlieder vorstellen / sind zu denjenigen Kranckheitendienlich/welche von solchen Thieren entstchen können.Also heilet groß Schlangen - Kraut / welches eineSchlange vorsteller: Wie auch Steg-Dorn/ oderweisser Berg-Distel / woran die spitzigen Dornen si-ne Gleichheit mirden Schlangen- Zahnen haben / dieSchlangen-Bisse gar trefflich. ?l>-!i>um.oder Flöh-Saamen siehet aus wie Flühe / und vertreibet suchdieselbigen.

Scorpion - Kraut und dergleichen Pfiantzen undKrämer mehr / welche mit ihrer Gestalt und Gleich-heit einen Scorpionen-Schwantz vorstellen/ertheilengrosseKraftt wider die Scorpionen - Stiche, (^usr-

ectsnus iiiZnsluri» rc> um extcrnis.

Die fünffee Vorstellung »st: Die Theile derjeni-gen Thiere/ deren Balsam/ zu Verrichtung einigerGeschafften / trefflich krFfftig ist / ertheilen gleichenTheilen des Menschlichen Leibes eine gleiche Krafft/daß sie viel besser das jenige verrichten/ worzu sie ge-widmet. Also dienet die Fuchs-Lunge trefflich wolzu den Gebrechen der Menschen-Lungen. Also wer-den die offne Brüste der Weibs - Weibs- Personenam bestenmit einer Salben/von Küh-Eiter zu bereitet/geheilet. Also trocknet das gepulverte Geburts-Glied / von einerHennen/ wann mans in den Mutter-Mund einer Weibs-Person streuet / derselben Fluß/vertreibet die daher entstandene Unfruchtbarkeit / tmdbefördert die Empfängmiß. Also stärcket die präpa-rirte Essentz von dem Hertzlein eines Hirschen/ das 'Hertz eines Menschen im Hertz - Weh und Engbrü-stigkeit.

Die sechste Vorstellung ist: Ein jedes Thier/wel-ches auch nur in einem einigen Theil seines Leibes ei-nen Gifft hat/ hat auch einen Balsam oder Safft beysich/der dem Gifft widerstehet. Die Ursache dessen ist/weil ein solches Thier eine solche eingepfiantzts Naturhat/ vermittels derer es sich vor der Schädlichkeit desGiffts verwahren kan. Dannenhero ist des Ottern-Hertz/wann mans ander Sonnen trocknet und pul-vert/dem Gifft gantz entgegen/ und vertreibet solchenaus dem Menschlichen Leibe.

Der Honig heilet diejenige Stiche/welche die Bie-nen mit ihren Stacheln dem Menschlichen Leibe verse-tzen. Scorpion-Oel dienet dem jenigen Menschen/der von scorpionen gestochen worden/ oder auch dasPulver von den gebrandten Scorpionen/ wann mansdem verletzten Glied sppiicirt. ttenncus dZallius inin S/ttemst« zenersli üietlicin« ttsrmelicse cap.4.

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