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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
Entstehung
Seite
117
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Dritten Theils Anderes Buch.

D-e fünffee. Es ist dem Menschen nützlich/sich desMonats ein-oder zweymal zu übergeben: Oder docheinen gantzen Tag sich des Essens und Trmckms zuenthalten.

Die sechs)?. Alle Wochen einmal soll ein Menschden Meer-Zwibel- Eßig gebrauchen ; doch muß er/' wann er schon ziemlich bey Jahren ist/ wegen seines! Magens / ein wenig Zimmer / Ingwer undCardo-' mömlein beyfügen.

Diesieb-nde. Unterweilen dienet zur prir^tion.einen Venediscften Terpentin/ in der Grösse einer Ha-sel-Nuß/zu gebrauchen ; Ingleichen auch/soll nian

frühe nüchtern des eingemachten Ingwers sich bedie-nen.

D-e achte Regul ist: Zur Winters-Zeit ist nützlich/über der Mitrag - Mahlzeit Alant - Wernruth - oderMuscaten-Wein zu trincken.

Qte ttiunec, Es ist auch nützlich/ein wenig Mirhri-dar oder äncirvmaclu Theriac/zu neblichrerZeit/jon-derlich/ im Winter/ und wann d.e Pest grassrvt/zu ge-brauchen.

D,e zchende. Der starcken Artzney-Mittel/sie mö-gen gleich purgieren/oder Kraffr ertheilen/ soll manjich eben so fleissig/ als den Gifft / entHallen.

xix.

Einem Hauß-Battcr stehet wol an / eimge Dissr,-schasst von dcn

LiZnmmen oder Zeichen dc.iei,-gen Dinge zu habe»/ weiche zur Äerlmbun«

der Kranckyriren dienlich >i.,0. "

^KK^Tliche Vorstelllingen wollen wir hier dem^pHHaus-Vatter thun/von denen Nzn-nuren oder^^Zeichen der jenigen Dinge/ welche zur Vertrei-bung der Krankheiten dienlich imd.

Die erste Vorsrekung ist diese: WasdieLiznsturoder das Zeichen der Menschlichen Glieder hat / dasdienet auch zu derselben Heilung/ und vertreibet dieje-nigen Kranckheiten aus das beste/ wonmtsolche Glie-der behasstel und geplaget »velden. Weil die Blät-ter der Häseiwurtz das Zeichen der Ohren haben/ dero-halben wird aus ihren Bmmen em Lonlervc, oderLatwergen bereiter/ welche / wann man sie fieissig ge-brauchet / die Ohren trefflich stärcket. Die Schne-cken hören gewaltig scharst/ und haben über das/langeOchrlein; Dannenyero werden sie/aus Einrathen derAcrtzte/ in Wasser und Saltz gekochet / und ihres(Schleims beraubet/ nach der Auswertung/werden siein Agstein-Oel gleichet / und hernach gedjM-.ret/Das davon entstehenoe Oel/ dienet ausbünoig zurWieder-Erlangung des verlohrnen Gehöres. DieBlätter derWasserniüntz/(ist em Kraut dessen Blat-ter schmahl und haarigr sind/ und bleich Purpur-brau-ne Blumen hat/) haben die Gestalt einer Nasen / dan-nenhero ihr tresslich nützlich ist/wann man

den Geruch verlohren/wie bezeuget >l-. ^sciici-c. z. Die schivartzen K örner der Ein-beer-Wurtz haben das Zeichen der Aug-Aepffel.Dan-nenherodas daraus gepresste Oel eine treffliche Artz-ney ist wider die Augen-Wehetagen/ und wird vonetlichen die Seele der Augen genennet. Die äusserli-che Wolle der Quitten-Aepssel stellet/etlicher massen/die Haare vor; Darum ihr occoclum inWiederzu-rechrbringung der Haare/ welche von den Frantzoscnausgefallen/treffliche Krafft hat. Welche die Gestaltdes Hertzens haben / die dienen auch dem Hertzen / alsder Citron-Apffel / die Früchte des Vogel - Hertz-Kraurs/ die GisstWurtzel/ Narden/ Melissen. Wel-che die Lunge vorstellen/die sind auch der Lungen ver-träglich / als da ist das Lungen-Kraur / welches allenKrauter- Verstandigen gar bekandt ist. Die Wel-

die Gestalt der Hu «schalen- Haut. Dannuchero auchdas Saitz von Welschen- Nuß Schchjen zum ver-wunderen Hirnschaln- Hautiem/sonderlich dienlichist. Die innere Rinde / oder die Höltzern.' Schalestellet die Hirnschale vor. Das Häurlein/ so den Kernumgibt/ ist dem Hirn-Hautlein gleich. Der Nuß-Kern bildet das Hirn selbst/ dannenhero ist er auchdem Hirn nützlich: Dann/ wann man den Kern flös-set/ ftlbigen mil der Kli'c.,t!g,vom Wein / an,^feuchtet/und auf dem Wirbel des Haupts leget/sol starci er er das Hirn gewaltig. Gleich wie die noch^ zugeschlossene Peonien - Rosen die Gleichheit einesHaupts/mit seinen Fügungen lind Aederlein/ so dasHirn umgeben haben / also sind sie auch demselbentrefflich nützlich. Knabenkraut- Wu-tz/stellet die Ge-stalt: der Geburts-Geilen gantz deutlich vor; Dan-nenhero diepbiiolozibi und 'vicriici davor halten/esseye in ihr eine verborgene Krasst/ die Empsangnüßund Erzeugung der Geburt zu befördern / anzutref-fen ; Jlem/sie bringe den allerunftuchtbarsten Weibs-Personen die Gabe der Fruchtbarkeit zu wegen.

Oi« un >kre Vorstellung ist: Was die Signaturoder ein Zeichen einer Kranckheit hat / das ist auchdienlich / solche Kranckheit zu vertreiben.

DasMajen Blümlein hat das Zeichen eines Tro-pfens/ weil es wie ein Tropf herab hanget : Dannen-hero hat es im Schlag einen sehr grossen Nutzen.

Das Zeichen öes Steins / haben derCrystall/ Ki-sel-Sttm/Steinbrech-Wurtzel/ Meer-Hirse oderStein Saamen/ die Kerne der Kirschen / Pfirsinge/Mespeln; Ungleichem/ dieZwibeln/ die rothe Früchtedes Rosen-Strauchs; Endlich/mehr andere an denenBüschen wachsende röche Früchte/welche imHerbst zurZeitigung gelangen; Welche insgesamt zu Zerreibungdes Steins/ dienlich sind.

Der Luchs-Harn wird endlich zum Stein ; Dan-nenhero ist solcher Harn vor das Tropffen der Blasendienlich.

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