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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
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116
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Des Adeltchen Land- und Feld-Lebenö

migrer und zäher Fevchtigkeit behaffret/so ist es besser/es esse ein solcher Mensch des Tages nur einmal: weileine gute Zeit erfordert wird/ biß selbige verkochet oderverringert werde. Jedoch / wo man das Essen bißaufden Abend verspahren wollte/so würde es erträg-licher seyn/des Mittags ein wenig .Speise zu sich neh-men/weil solches/ insonderheit zur Ausrrocknung derallzuvielen Feuchtigkeit imMagen dienlich ist: Oder/wann man ;u Mitrag Mahlzeit halten wollte / sowürde es nützlich seyn/ des Abends etwas weniges zusich zu nehmen. Insonderheit müssen sich solche Perso-nen dahin befleissigen/ daß die Feuchtigkeit ihres Ma-gens / so viel möglich/verbeFert werde/ weil hierdurchder Magen mit Winden / und das Haupt nur Dün-sten und allgemächlicher schleimigter Feuchtigkeit ange-füllet wird. Die Weißheit/ sagt jener/wohnet gerneim Trocknen/ und nicht in Lachen und Pfützen. Undttsraclitus : Eine trockne / ist die allerweisesteSeele.

7. Es ist einem Haus-Vatter ferner zu rathen/daß er sich der Artzneyen sehr mässig und nicht anders/als zur höchsten Norhdurffr bedienen solle; Dann/dieArtzney-Mittel sind zwar zur Gesundheit des Mensch-lichen Leibes verordnet; Wann wir aber die Sacheetwas genauer beobachten / und erw-gen / so werdenwir in Wahrheit befinden / daß ihr Gebrauch entwe-der schädlich seye; oder wann er ja nützlich ist / er mitdem Nutzen zugleich auch einen Schaden mitzubrin-gen pflege. O! wie vielmehr Leute haben die Apothe-cker/als die TodtewGwber unter die Erde gebracht!Wiewohl ich hier nicht die Aertzte/noch die Lehr.Sa-tze derselben / auch nicht sowohl die Artzneyen / als dieVielheit und Mannigfaltigkeit derselben tadle.Wannein Tuch gewaschen wird / so wird es zwar sauberer;doch endlich/wo mans allzu offt und vielmals wäschet/

gantz dünn / und endlich gar durchlöchert. Eben elsowird der Menschliche Leib durch die Artzneyen / so offtpurgieret/ausgetrocknet/geläutert/daß er endlich garverdirbet/ verschmachtet und hinfället. Ich kenne ei-ne Fürstliche Person/(sind Worte i>b, cle)cj u!>i<z,) dem sieben Aertzle mir ihren Meynungen garsansst das Lebens-Liechr ausgelöschet/ und ihn insGrabgebracht. Dieser Herr Härte wol noch langer lebenkönnen/wo er einSchmid oderHoltz-^pälter gewesenwäre/und derArmuth-halber/nicht viel Artzney- Mit-tel hätte schaffen können. Ich erinnere mich/daß einvortrefflicher zu sagen pflegte: Hüter euch voruns/ so ihr könnet. Ja / es sind unter den vornehnr-sten Aertzten sehr viel gefunden worden / die im Artz,ney-Gebrauch gar sparsam gewesen. Ich kenne vielManns-und Weibs-Personen/ welche nach gebrauch-ten Artzneyen/ angefangen / heffrig kranck zu werden;die vorhero mit guter Gesundheit begabt gewesen.Man muß aber / sprechen sie/?rTl>rvaliv-Milrel ge-brauchen: Es ist ja besser/man komme derKranckheitzuvor/ als daß sie selbst vorkomme. Antwort: Dieseurtheilen nicht übel/wann sich vor Kranckheu hüten/eben soviel bedeutet / als derKranckheit emenVotenschicken. Der hütet sich vorKranckheit schon genug/welcher ein- oder zweymal des Jahrs den Leib durch ei-ne purxztivl, aussäuberr. Wo allzuviel? und man-cherleyArtzneyen gebrauchet werden/da pfleget der Todnicht weit zu seyn.

Es sind aber theils Leute hierinnen so gar wunder-lich/ daß sie vermeynen / sie können nicht recht gesundseyn/wo sie nicht alle Tuqelund Byxcn derApoche-cker ausleeren helffen. Diese pflegen / durch solche

Hülffs - Mittel zur Gesundheit / ihnen denTod vor der Zeit/über den Hals zu-ziehen.

(^i>. XVIII.

Ob und auf was Weise / ein Hanß Batter in der Artzney - Kunst

erfahren seyn solle.

Eil nicht alle Zeit/ und aller Orten/Aertzte.^zu gegen und vorhanden sind / so soll ein- Hauß-Vatter in seiner Hauß-Apothecken! etliche Artzney-Mittel bey Handen haben/ und dabey! auch wissen / wie er solche ^oiiciren und gebraucheni möge; Zu dem Ende nun / können folgende Regelnwol beobachtet werden.

Die erste R-g«! der einige und allgemeine Grundder Artzne» Kunst ist dieser/daß wir durch den/in na-türlichen Dingen befindlichen/ «piritum oder Geist/unsern Geist erquicken/und stärcken. Dieser Geistaber ist nichts anders / als die^umt-, Kllenti»,welche- unter den Elementen vermischet / befindlich ist. So

! nun jemand solchesmr-i iscm?,aufs beste abfondei n/! und dieselbe mehr und mehr innerlich zu sich nehmen/^ oder zum wenigsten solche Dinge zum össrern gebrau-chen kan / welche gemeldte Ktlcnr- überflüssig bey sichhaben/als dasind Gold / Wein/ Weihen / Zucker/

kiyrokaiznen/ze. der wird seiner und der SeinigenGesundheit guten Vorschub rhun.

Oleander«/ die Art und Weise/ den Welt Geist/oder die eck-m-, zu überkomimn / ist nicht vonKohlen-verderbenden äickvmilien/sondern von den?k>iolopkis oder Weltweisen zu erlernen:Unter de-nen dom-iius Orebkei trefflich berühmt ist/ dessenkurtz gefaßter Entwurss von der <^u nc-kssenr?. dieArt und Weise gar nett und ausführlich zeiget / wieman besagte Essentz aus Gold und allen ^meraüen/Pflantzen und Thieren/ leichtlich zubereiten könne.

D-e knete/ Ein Hauß-Vatter solle versichert seyn/daß die Krasst des Theriacks wider die Beschwehrlich-keiten des Alters und den Gisst/ nicht genugsam zurühmen seye.

Die vefdt?/ Aloe/ Cubeben/ und insonderheit / die>'yrob-,isrien / dienen den Gelehrten trefflich zu be-standiger Gesundheit.

Die