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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
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Dritten Theils Anderes Buch.

nehm. Ein böser und schwacher Magen tragt Be-aterde nach deine / was mit chme übereinkommet / erhat Belieben an weichen und füssen Dingen / underwehlet gemeiniglich / was chme schädlich »st.^ Cu-cumern und Pfeben / Küchlein und suffe Mußlein/item/Kirschen/und andere vonNarur schon gefärbteFrüchte verlanget er; Zucker-Werck/ Borten undConfecc schlecket er gerne / aber zu seinem höchstenSchaden. Diese Schluß Rede «st auch denen jem-gm/ welche sich nur ein wenig m der Artzney-Kunstumgesehen / n.cht unbekannt: Alles/ was seit undsüß ist / ist dem Magen und den Zahnen schädlich/der Gallen aber zuträglich und nützlich. SodasCon-ftct vor andern Speisen genossen wird / so wird derLust und Appetit zum Essen vertrieben ; Folget esdann aufandere «speisen/ und wird zuletzt genossen/so ziehet es den Bauch zusammen / nach dercorum Regul: r)ulcia in üne conltij^nt.

s. Es fraget sich weiter : Ob es der Gesundheitschädlich seye / wann man mit nassen Füssen Mahl-zeit halte? Und ist die Antwort:cjZnus, in seinem gelehrten Buch von den Subtili-taten/ ist in der Meynung/ daß diejenigen/ welchemit kalten und naffen Füssen sich zu Tische setzen/ undAkchlzeir hallen / »hrer Gesundheit einen rödtlichenSchaden zuuehen. Kalte Füsse sind dem Haupt undMagen schädlich / und wann sie / noch über das/naß sind/so verdoppeln sie das Unheyl. Wann her,nach der so übel beschaffene Magen nur Speisen über-sü.ler wird/so entstehet Husten/ Schwindsucht/und/was das allerschlimmste / einegantzeVerderbniß desmenschlichen Leibes.

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sten Theilen treibet/ die durch die/ bey Tag gesche-hene Übung und Sonnen-Hitze war heraus getrie-ben worden. Und daher ^ommrs/daß wir un Win-ter mehr essen/und die Spersen besser verdauen/alsim Sommer ; Dann/ oie Magen sind im Winrerwärmer. Es ist auch klar und osscnbahr / daß diePsiantzen und Baume/ des Nachts/ besser wachsen/als wann sie/ durch die Sonnen-Hitze / des Tagesüber/ abgebrennr werden. Hierzu kommet noch die,ses/ daß zwischen der Abend-und Mittags-Mahl-zeit/ eine längere Zeit sich ereignet/ als zwischen derMittags- und Abend-Mahlzeit/ und indeme wir zufrühe vom Schlaf erwachen/wir gemeiniglich einenleerern und reinern Magen verspühren / als wannwir zum Abend - und Nacht-Essen uns verfügen;Dann / weil die Übung und Bewegung des Leibes/so den Tag über geschichr/ alle Strassen desselben er-öffnet / so befördert sie vielmehr die Reinigung undAuswertung des Umarhs/wie auch die Ausheilungder Speisen/ durch den gantzen Leib / als daß sie dieVerkoch- und Verdauung zuwegen bringen sollte.Weil wir nun im Schlaf/ die Speisen besser/als imWachen/verdauen können / so wird es vomäglichseyn / mehr und besser zu Nachts / als zu Mittagszu essen. Dieses alles aber ist von emem gefundenund wvhlgenarurtem Leibe zu verstehen. Wann aberder Leib verderber ist/ und sich nicht züm besten ausbefindet/so wird eö nützlicher seyn/unterweilen mehrund besser zu Mitrag / als zu Abends zu essen: In-sonderheit/ wann em Mensch grosse Haupt-Schmer-tzen empfinder/oder mit zähen und schleimigten Feuch-tigkeiten im Leib/ oder andern Krankheiten bchaff-

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Frage

ter »st; Dann / wann ein solcher Mensch viel zu Ä. Es ist auch unter denen Kleckcig die curi-ule h^nds isset/ so wird er sich wegen der vielen Dampf-ge : Ob man mehr zu Mittag/als zu Abends/ fe/ welche des Nachts sich nach dem Haupt versü-

oder mehr zu Abends als des Mittags/ essen solle?Worauf die Antwort folget : ^>^ocröro»> ,!w. äsl«i!. und Qa!clms,lld. 7. mcclencii mcckoäo.undfast alle andere Ucmci haben gerathen / man sollemchr zu Abends/ als Mittags / eisen. Da hinge-gen die neue Artzney-Gelehrte wollen/man solle mehrzu Mittag gemessen / weil die Veränderung durchdie Sonnen-Hitze/ des Tages über / wie auch durchdie Leibes-Ubüng befördert werde. Ich bin in dieserSache / mit einer einigen Unterscheidung / befriedi-get/ welche ich bey den Allen antreffe. Dann/ wannder Leib gesund ist / so kan dis Abend - Mahlzeit et-was reichlicher seyn / weil d»e Verdauung leichterund besser zu Nacht geschicht. Aus dieser Ursache/geben die Artzney-Verstandlge vor / daß alle,» un-verdauliche Wesen und die überflüßige Anfüllung desMagens/ durch die Ruhe und den schlaf/ zu rechtgebracht werden ; Dann/ die Bewegung und dasWachen zertheilen die natürliche Warme um em.merckliches/ welche Warme in der Ruhe und demSchlaf/ gantz und gar / zur höchstnörhigen Lebens-Würcrung gesammlet wird / und ihr die Seel alleinabwartet/welche/indem sie wachet/mir vielen Wir-kungen beschaffriger ist. Hierzu kommer die nacht

gen / übel gehaben. Eben dieses soll auch em solcherMensch in Acht nehmen / der die Speisen schwer-lich verdäuen kan/daß er nemlich durch Übungen desLeibs/ des Tags über/ sich zu recht bringe. Dochsoll man hierinnen seiner Gewonheit pflegen / oder/wo man selbige ja verandern will / so muß solchesentweder nicht gar geschwind/ sondern allgemachüchund nm langer Zeit geschehen. Diese Lehr und Mei-nung bekräftiget ^Ildccjius. indem er in seiner Ln-!^ciopoeci!-, also schreibet: Welche mit Flüssen/oderder fallendem Sucht und dergleichen Krancrheiten desHaupts behaffret sind/ weil der Schlaf das Haupteinnimmt/insonderheit/ wo ein Überfluß einer zabenFeuchtigkeit im Magen sich ereignet / die sollen sichvor einer starrten Abend-Mahlzeit hüten/und davordesto mehr zu Mittag essen. Eben dieser ämor mel-det an einem andern Ort seiner Lr-c/clopoecks: fol-gendes: Über der Mittag-Mahlzeit kan man 8. oderlO.Untzen / und zu Abends 4. oder im Gegentheil/über der Mittags-Mahlzeit/ 4. und zu Abends / 8.oder 10. Untzen Speisen zu sich nehmen; Also/daßentweder die Mittags-Mahlzeit seye / nachdem es ei-nem jeden bequem / nützlich und vortraglich ist. Hier-. innen aber thut d,e Gewohnheit sehr viel zur Sache/liche Kalte/Welche/ durch Zusammenzwingung/ die > und hat ingleichen die Leibes - Beschaffenheit grosse

Dann/ wann der Magen mit kalter schlei-

innerliche Wärme befördert / lind zu den allermner-ui, Thnt.

Kraffr.P 2

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