Dritten Theils Anderes Buch.
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z. Es sollen auch die Speisen nicht allzu feucht/kalt/ warm und trocken seyn/weilen sie/^um Exem-pel / wann sie zu wartn sind / das Geblüt verbren-nen/ als der Salbey/ Pfeffer/ Knoblauch/Brunn-Kroß und dergleichen. Wann die Wärme zu was-serig ist/ als in den Pfeben/ so verursachet sie nneFaulung: Ist sie trocken/so verzehret und schwächetsie. Wann die Speisen allzu kalt seyn / so beneh-men sie dem Menschen die LebhaffrigkeN/ und setzenseine Feuchtigkeiten/gleich als gefrohren/zusammen/wie die Cucumern zu thun pflegen. Gar zu fetteSpeisen schwimmen oben im Magen/ verhindern dieVerdauung/ und vermehren die schleimige Feuchtig-keiten. Suffe Speisen verursachen gemeiniglich Lei-bes-Verstopffungen. Allzu bitrere Speisen gebenkeine Nahrung/ und verbrennen das Geblüt. All-
zu gesaltzene Speisen entzünden / trocknen aus/ ver-ursachen Verstopfungen / und sind dem Magenschädlich. Allzu schärfte Speisen erfüllen mit ihrerHitze das Haupt/ und vewirren das Gemüth / wieder Knoblauch/ dieZwiebeln und das gesaltzne Fleisch.Saure Speisen ziehen zusammen/ verstopften/ trock-nen/ und erzeugen ein melancholisches Geblüt. Eßig-reiche »speisen schaden den Nerven und Nerven-rei-chen «Niedern / bringen dannenhero / vor der Zeit/das beschwerliche Alter zuweg / und verursachen dieMelancholey.
4. Endlich soll auch die Nahrung des Menschennicht laulicht seyn/weil unser Leib durch solche Dm-ge ernähret wird/woraus er zu bestehen pfleget/nem-lich aus Warme/ Kalte/ Feuchte und Twckne. Daslaulichte aber ist weder warm noch kalt.
XVII.
Wie der Haus-Vatter sich im Essen und Trincken/wie auch
andern zur Gesundheit dienlichen Dingen verhal-ten solle.
As einem Haus-Vatter zur Ordnungim Essen dienlich seye/ das ?an er ausdenen folgenden Reguln zur Gnüge er-lernen.
(i.) Der Anfang im Effen solle vonTütschenundKrautern/ oder Salat/ wo dergleichen vorhanden/gemacht werden/worauf man alsdann das Fleisch ge-messen kan.
(»Unter dem Essen solle man zuweilen trincken/dann/ also wird die Speise desto besser mit dem Tranckvermischet und verdauet.
(z.) Alle Speisen / so man über einer Mahlzeitgemessen will / sollen gleich geartet seyn/ und unsermTemperament/ so viel möglich / sich gleichförmig be-finden: Dann die Speisen/so einander ungleich undzuwider sind/pflegen/so zu reden/im Magen/ grossesRumoren anzurichten.
(4.) Die Speisen sollen von guter Beschaffenheitseyn ; Das Fleisch nemlich von jungen und gesundenThieren.
(s.) Die Stütze und der Grund aller Speisen istdas Brod. Selbiges aber soll gesäuert/ gesaltzen/und nicht zu naß/ auch nicht zu trocken seyn.
(6.) Die Speise gegen dem Tranck gerechnet/solle doppelt seyn: Man soll doppelt oder anderthalbmahl so viel Brod zu den Eyern / dreymahl so vielBrod zum Fleisch / viermahl so viel zu den Fischen/Butter und feuchten Früchten gmiessen. Diese Pro-portion des Brods gegen der speise ist der Naturtrefflich gemäß / als wordurch die gemäßigte Nahrungentstehet/ welche weder zu feucht noch zu trocken/we-der zu warm noch zu kalt zu seyn pfleget.
(7.) Welche einen ziemlich grossen und weiten Ma-gen haben/ die sollen zwar viel / doch dabey also ge-artete Speisen gemessen/ welche wenig Nahrung ge-
den ; Dann / wann solche Leute wenig essen sollten/so würde sich der Magen über den Speisen nicht zu-sammen ziehen / sondern ein leerer Raum übertrei-ben/der viel Blehungen erwecken/uud die Verdau-ung verhindern möchte. Wer derowegen also be-schaffen ist/ der thut besser/wann er viel/ doch solcheSpeisen/Zdie weniger Nahrung geben / gemesset;Dann/ wann die Speise wohl sättiget/ so verursa-chet sie bey einem solchen Menschen allzu viel über-flüßige Feuchtigkeiten. Welche aber keinen so wei-ten Magen haben / dann sind zwar wenige Speisennützlich/doch müssen selbige also beschaffen seyn/daßsie wohl sättigen / damit der Magen vSn allzu vielerMenge der Speisen nicht ausgedahnet und geschwq,chet/ noch demLeibe von denen wenig Nahrung-ge-benden Speisen / die gebührende Unterhaltung entzo-gen werde.
2. Was einem Haus-Vatter zur Ordnung imTrincken dienlich/ das kan Er aus folgenden Regelnzur Gnüge erlernen.
Die erste Rrgel ist : Es wird der Trunck umdreverley Ursachen willen gereichet / nemlich des na-türlichen Bursts wegen/ vor die Zertheil-und Ver-dauung im Magen / und dann/ vor den unnatürli-chen/und von einerKranckheit zeugenden Durst. DerTranck / so vor den natürlichen Durst gebrauchetwird/soll von einer gmen und geschwinden Nahrungseyn: Als da ist der Wein und das wohlgebraueteBier. Sind die Krafften schwach / so solle man we-nig und offr trincken. Der Tranck wird zur Hinab-Schwemmung/ oder zur Vermijchung/oder auchVerkochung der Speisen gar bequemlich und nützlichgebrauchet; Wann man die Speise gemischer / sosolle man/ nach Proportion und Beschaffenheit der-selben/sich auch des Traneks bedienen.
Dle ander«; Wer viel Speise zu sich nimmt/ der
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