Druckschrift 
3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
Entstehung
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Dritten Theils Erstes Buch.

ke eingedrucket/ erschwärtzet/ und nicht bleich nock falbwird. Wann das Wasser / so daraus kommt / süß ist.Oder so der Wasen davon in ein tüß/wolfchmeckendWasser zerrieben / den Geschmack solches Wassersnicht verderbet/wann man es ausgedrucket und gelau-tet hat; dann es behält dasselbige Wasser/ welcbesenl 'vringet und ausgedrucket wird/ den Geschmack sei-nem Erden; und/ im Gegentheil/ wann die Erde insWasser wird getreuffelt/ so giebt sie demselben einen süs-sen Geschmack; Item: wann sie ausgegraben wird/und man tbut sie über zwey oder drey Tage wieder mdie Gruben / daraus sie genommen ist / so überfüllet siedie Gruben; Thut sie aber solches nicht / sondern wirdnur dem Boden gleich/ so ist sie Mittelmasstg; Reichetsie dann etwan gar nicht biß oben an/so giebt sie einenleichten Grund zu verstehen.

Daraus ist nun zu Messen / daß alle die / der gutenErden vorerzehlten Kennzeichen / Schnur-gerade wi-derstrebende/ und entgegen gesetzte Eigenschafften/auchein unfehlbares Zeichen böser und unfruchtbahrer Er-den seyn müssen. Die gewisseste / unter vorerzehlrenProben/ ist der Zungen-Geschmack/ dann wo gar vielSaltzesverspühret wird/daist der Grund zu denenGe-wächsen undienlich / und nicht viel nütze/ wie dann auchdas stinckende Erdreich / als gantz untüchtig / zu ver-werten ist. An etlichen Orten / ist die Steinigte Er-de unfruchtbahr/ furnemlich zu Früchten und Krau-tern : Anders-wo braucht man Sand und Tussrsteinzum Zusatz / wie am Hunds-Rück/ in unterschiedlichenOrten. erzehlet/ nachdeme die Corin-

ther Sicilien unter sich gebracht/ und um dieHaupt-Stadt 8yrscuti,. die Erde/aufihre Griechische Art/zubauen/ sich vorgenommen/ zu dessen Behuf auch/diehäuffig allda gesiindene Steine hinwegzuräumen/be-sessen gewesen ; So habe die Erde/gleich ihre guteArt geändert / und seye sie / von Tage zu Tage schlim-mer worden / weil der Grund/ in selbigem heissen Lan-de/ vermittelst der Steine / sich / wider die Hitze der

Sonnen/ zu schützen gepfleget ; Dannenhero ihreNachkommen gezwungen worden / die Steine / nachund nach / wieder dahin zutragen / um also der altenFruchtbarkeit wiederum habhafft zu werden.

Dergleichen Beschaffenheit wird es auch mit denAeckern/ an vielen O. ten in der Pfaltz / absonderlichaber / auf dem Weeg von Regenspurg nachDeinin-gen / ( dahin die/ nach Nürnberg Reisende/ knit der ge-wöhnlichen Land-Kurschc kommen/) allerdings haben;da ich selbst/mit gröster Verwunderung/ garche Felderdergestaltenmit steinen bedecket/gesunden/daß ichsgar nicht hätte glauben können/ wann ich nicht mitAugen/das schönste und edelste Korn daraufstehendgesehen / und bin ich noch versichert / daß man einenBauern/ von unserm Lande/ nicht bereden könnte/ nurden Pfiug/ eines solchen Ackers halben / anzuspannen/so gar würde ers vor eine Unmöglichkeit halren/alldor,ten etwas erbauen zu können.

Letzlich/ ist die Erde/ nah an den Baum-reichen Ber,gen/Wäldern und Wildnüssen/ allwo von solchengrossen Bäumen der Schatten weit ins Feld hinein ge-worden wird/ dem darauf angebaueten Saamenfthrschädlich / weil die Erfahrung giebt / daß es gantze Fle-cken/ so weit nemlich besagter Schatten hinein reichet/ausbrennet/daßes nicht allein am Halm kleiner undspitziger/ sondern auch an der Farbe alsbald gelber an,zusehen ist / Hernachmals auch kleinere Aehren heraustreibet/und also an Körnern / ein merckliches wenigerertraget/ als das übrige/ von solchen Schatten befreye-tes Feld/ertragen kan. Wie nun/durch Vermischung/mit Mhen / Sand/ Letten / Laimen und dergleichen /dem Erdreich tan geholffen werden/ fo kan ein ämsigerHaus-Vatter/ wann er weiß / ob die Untrachtbarkeitseines Ackers/von gar zu grosserHitze/odergar zu vielenNasse und Kalte herkommet / auch gleich erwählen/was er/ zu Verbesserung seines Feldes/ zum Zusatznehmen soll.

V.

Wasinder vom Land-Gut/den Verlust der Lehenbarew

Güter betreffend/zu mercken.

Ber diejenigen sünffzehen Puncten / welchein unsers seel. äuwre/Hrn.vonHohbergs/'erstenBuchs fünfftenCapitel/von den Lehen-baren- Gütern/ (welcher Gestalt die Lehen können ver-wircket oder verlohren werden /) sind auch folgendenothwendig zu wissen; Als: Wann einer eine Lehen! gar verändert/so verliehret er es auch gantz und gar;Verändert er ein Theil/ so verliehret erdenselbigenTheil/den er verändert, vicl. eiar. /.kcuäum.q.z I.n.7 .?ackin. controv .lur.I .^c.^.WaNN er aber/so er seine Lehen gar / oder zum Theil verändert/nichtgewust hatte/daß es Lehen gewesen; So hat er damitnichts verwirrtet / als daß er dem Kausser seine irncr-elf- ablegen und bekehren muss. Ira ett rexc. sä lus-

rsm./. li valsllu; seuäum siienaviti^norans , in til.klc tcuclo 6» sunüi ('nntenr. lit intcr clom. 6c aznat.Valalli. Qail. 1.2 Obs. 48. num Kc5ol»

6usjur.qu«k.inliZn.s>zrt.z.eonliI. 57. k num. 2Z9.U5yue s6 k»cm.

2. Wann einer ein Lehen verkaufst / oder verpfän- ^det / so ist er desselben verlustigst / ob er es gleich wiederkausst/oder an sich löset. Ita teuer özrt. in I. !>eczuitur./.item I.zlus. in iin. ff. cis l.Isucz>z. Viä /uI.LIar./.feucl. c^uTll.z l.num. 6. ktclitext, in c 1.1'it. c^uiä/uns li polt slicn. scucj. Välall. recupcr. So aber derLehen-Äkann/ sein verändert - oder verkausstes Lehen-Gut/ gleich/von Stund an / Niedermseine Gewalt ge-bracht hätte/ ehe und bevor er darum beklagt wordenwäre/ so verliehret erdardurch das Lehen nicht. >. >.

li ncm.ts. 6es>ollti^ I. qui es mcnre. ik. äe 5url. cum. li

mil. Oder / so der Lehen-Mann sein Lehen - Gut/mitdiesem bedienglichen Unterschied / sofern sein Lehen-Her! darein williget / verkaufet/ oder sonsten/ in Ver-kaussung / dem Lehen-Herm / auch den Agnaten un d ' Lehens -