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ist. Im I. 1430 wurde der bergische Zoll zu Zündorfauf die Beschwerde der Reichsstadt Köln aufgehoben uuddie dortige vom Herzog Adolf errichtete Mauthburg zer-stört. Von hiesigen Rittern werden Nequinus uud Ger-hardus von Sunodorf im 1.1222 und 1246 genannt. —Oberzündorf mit 55 Häusern und 320 Einw. und Nie-derzündorf mit 163 Häusern und 620 Einw. bilden jetztdie Pfarrei, zu welcher ehedem auch Wahn, Lind, Elsdorfund Lange! gehörten. — Das Dorf Wahn hat feinenUrsprung aus dem dortigen Nittcrsitze Wahn, früher ^Vantl»,wovon t)onr»äii8 ad VV-Mlla 1100 und Eberwyn 1137genannt. Später bis m's l7. Jahrh, besaßen die Herrenvon Zweissel die Burg zu Wahn, die von ihnen an dieFamilie von Zudewigh und dann an den jetzigen Eigen-thümer Freiherrn Klemens von Eltz-Nübenach überging.Die benachbarte Wahnerhaide, jetzt in einem Umfang von400 Morgen, Schießübungsplatz der in Köln garnisoniren-den Artillerie, war früher oft der Tummelplatz blutigerKämpfe. So am 17. Juli 1417 zwischen den Bergischenund Mörsischen, im Mai 1646 zwischen Hessen und Li-guistischen Völkern, und im Herbst 1796 zwischen Kaiser-lichen und Franzosen. Das Kirchdorf Wahn hat gegen-wärtig 95 Häuser mit 540 Einw. Zur Pfarrei gehörtdas Dörfchen Lind mit 40 Häusern und 170 Einw., so-dann die Weiler Vpssel und die Scheermühle. — DasKirchdorf Lange! mit 115 Wohnungen und 666 Einw.hatte schon im 13. Jahrh- eine Pfarrei, die Papst JohannXXII. im I. 1326 dem Pantaleonsstifte zu Köln einver-leibte. Der Erzbifchof Heribert schenkte im I. 1919 sei-nen Hof zu Langel (I^!inKt;Ia) an das Kloster Deuz.Mit der dortigen Vogtei des Grafen von Berg war imI. 1290 Ritter Hintz Flecko belehnt. — Das Dorf Libur(früher Lieburg) mit 66 Häusern und 460 Einw. gehörtzur Pfarrei Niederkassel im Siegkreise. Die ganze Bür-germeisterei Wahn, eine Bodenfläche von 11,272 Morgenumfassend, zählt gegenwärtig 433 Wohnhäuser, 673 Ställeund Scheunen, 5 Kirchen und Kapellen, 4 Schulen und2828 Einwohner. Im I-1770 betrug die ganze Bevölke-