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die es an die Familie Düppes verkauften, welche nochgegenwärtig im Besitze ist. Die Jdasfelder Hardt, einevon Feld umschlossene Haide zwischen Jdasfeld und derBrückerhaide ist als deutschheidnischer Begräbnißplatz amältesten Rheinbette noch klar erkennbar. Tausende Hügelsind dort über Aschenkrügen erhoben, von welchen in neue-rer Zeit viele ausgegraben wurden. Auch schaurige Spuk-sagen, die an den heil. Hain und heidnische Bräuche er-innern, haben sich dort erhalten. Das weissagende weißeRoß und der feurige Herthaswagen spuken noch in denNolksmährchen fort.
Herl (Iiernm, Iiiirnlin in alten Urkunden genannt),jetzt Nittersitz, Mühle und Hofstelle wird schon frühe er-wähnt. Kaiser Konrad II schenkte der Abtei Deuz im I.1095 drei Hufen Landes zu Herl mit den dazu gehörigenGebäuden, Leibeignen, Grundstücken, Mühlen, Fischereienund der Kapelle. Im 16. Jahrh, besaßen den Rittersitzdie Schenken von Niedeggen. So Otto Schenk iin I.1563, im I. 16l6 aber der Edle Otto Heinrich Stael;1653 Adolf von Katterbach zum Gaul; 1690 GeorgAdolph von Nagell, dessen Sohn und Enkel MathiasWerner und Konrad Kaspar auf dem bergischen Land-tage aufgeschworen waren. Des letzter» Sohn FranzAdolf von Nagel wurde im I. 1766 aufgeschworen. Spä-ter kam Herl an die Familie von Merinz uud ist gegen-wärtig im Besitze des Herrn Rentners Victor Bürgerszu Köln als ein Pachtgut von mehr als 4VV MorgenAckerland und etwa 40 Morgen Wiesen bewirthschaftet.Auf dem Nitrergute Herl finden wir die Wiege eines dergrößten rheinischen, ja europäischen Maler des 14. Jahrh.,von dessen Leben wir übrigens nnr wenig mittheilen kön-nen. Der Verfasser der Limbnrger Chronik schreibt näm-lich in feinem für Kunst und Sittengeschichte unschätzbarenWerke, daß uin's Iabr 13A0 zu Köln ein Meister derMalerkunst Namens Wilhelm gelebt, der Alles wie le-bendig hätte hinmalen können, dessen Gleichen in derganzen Ehristenheit nicht gewesen. In den Scheinsur-kunden zu St. Kolumba'in Köln ist dieser Meister am