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Geschichte und Beschreibung der Stadt und des Kreises Mülheim a. R. : zum Vortheil des Kölner Dombaues
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Erst seit kurzer Zeit sind mebre Gesangvereine, nänMin Mülbeim zwei Männergesang - Vereine durch die Her-ren Blngel und Ziskoven und ein gemischter (^hor durchHerrn A. Nkaper, in Overath durch Herrn Fekelsberg^zu Beusbergdurch die Herren Wessel und Fischbach undzu Gladbach durch die Herren Westphal und Kleine».-broich gestiftet worden. Möchten doch ihre Mitgliedernicht nlaueu und ihr Beispielzur Nacheiferuug, zumSegen des gauzcn Kreises gereichen. Wie viel Herr-liches derartige Vereine zu schaffen vermögen, wie sieGeselligkeit, Gememsinn, wahre Bildung und Sittlichkeillind dadurch auch den Wohlstand fördern, hat die Nach-bargemeinde Vurfcheid gezeigt, die unserm ganzen Landemit einem nirgend erreichten Vorbild seit beinaheJahren vorangegangen. Auch dem Dorfe Schlebufch ge<bührt darin eine rühmliche Erwähnung.

Das so viel Gutes und Großes anregende und för-dernde Veremsprineip scheint überhaupt in unserm Kreisespäter einzuheimen, als anderswo, indem erst am 26,August 1844 ein den ganzen Kreis umfassender Vereinzu höherem Zwecke in's Leben trat. Diesem Dombau-verein aber folgten rasch aufeinander Hülssvereine für denDombau, außerdem trat zu Mülheim ein Verein zur Be-förderung des Wohls der arbeitenden Klasse, dort undin Gladbach ein Frauenverein zur Unterstützung der Ar-men, sowie auch zu Odenthal ein Armenunterstützungs-verein in's Leben. Gewiß werden diese Vereine, derenEntstehen schon den Wunsch zur Gesellung an den Taglegt, dazu beitragen, den längst schlummernden jetzt ebenwieder wachenden Gememsinn zu beleben.