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2) IvohiniiigsverhäUnisfe, Kleidung undNahrungs'.vcit'e.
^ie ersten festen Wohnplatze in unserm Gau sowie inganz Deutschland waren zerstreute Niederlassungen. DieÜbierstadt war zu Cäsar? Zeit die einzige Stätte am; Niederrhein, wo viele Wohnungen beisammen errichtetstanden- Auch zu Deuz und später im Mittelalter wieder' zu Mülheim hatte das Bedürfniß der Sicherheit die Woh-nungen enge zusammen gedrängt, damit die Umwehrungdurch Wälle und Mauern möglich- ^onst überall imLande lebten die Einwohner in kleinen Gehöften zer-streut, nicht um die Kirchen angesiedelt, denn diese standeneinsam auf der Stätte der frühern Haine errichtet, ge-wöhnlich im Walde oder auf Anhöhen, die zur Kulturoft wenig geeignet waren. Erst später bei der Vermehrungder Gemeinden fing man an, die Kirchen in der Nhein-ebene bei den Dörfern zu erbauen, und anderwärts siedel-ten sich die Wohnungen, wenigstens die Kramladen und' Schenken, in der Nähe der allen Kirchen an- Noch heuteaber geben viele Gemeinden ein Bild von der ursprüng-lich deutschen Ansiedelungsweise. In dem ganzen ^/z des^Kreises umfassenden Hügellande ist kein einziges regel-mäßiges Dorf zu finden. Selbst die Bürgermeisterei Glad-bach/ deren ein Theil bei dem Landtage als Stadt ver-treten wird, hat nicht einmal ein Dörfchen, sondern bestehtans unzusammenhangenden Niederlassungen und einzelnenWeilern. Auf dem von Wald, Bruch und steinigten Hü-geln durchschnittenen Boden hat diese Ansiedlungsweise fürden Landbau große Vortheile und gewährt der Landschaftdas freundlichste Ansehn. Der Kreis besteht aus unge-fähr 650 namhaften Ortschaften, worunter blos 1 Stadtund etwa 20 zusammenhangende Dörfer. Fast alle dieseHofstellen waren auch schon vor 100 Jabren benutzt undtrugen damals 2303 Wohnhäuser und l6?5 Scheunen.>Im Jahre 1825 betrug die Zahl der Wohnhäuser 4408,