Blütezeit schädlich werden. Die große graue sogenannteWeinbergschnecke, welche eine gesunde und nahrhafte Speisegewahrt, ist in Menge vorbanden, jedoch vom Vorurtheilverschmäht. So auch die Maikäfer, aus welchen in an-dern Gegenden wohlschmeckende Suppen bereitet werden,und die anch zum Hühnerfutter dienen. Die Blutegel,welche früher in den Sümpfen häufig waren, sind fastweggefangen. Leider ist man auf das Anpflanzen diesernützlichen Thiere nicht bedacht. Maikäser und Obstbaum-ranpen richten besonders in den sandigen Gegenden desNheinthales oft große Verheerungen an, denen durch Ver-tilgen der Enger und Nanpennester am sichersten vorzu-beugen ist. Krebse sind in allen Bächen des Kreises vor-handen. Von den Amphibien wird nur der grüne Was-sersrosch zur Speise benutzt. Im Spätherbste, wann dieseThiere fett sind, werden sie mit Rechen ans dem Schlammegehoben und die abgeschnittenen Schenkel in den Städtenverkauft. Die früher sehr häufigen Schlangen sind bei-nahe vertilgt, blos die graue Haideschlange, die Blind-schleiche und die ungiftige sogen. Ningnatter findet mannoch. Landmolche (Vimöll) sind selten, desto häufiger dieKröten an Sumpfstellen und Eidechsen in Wald undHaide.
Von Fischen gibt's im Rhein und den Bächen des Krei-ses : Aal, Esche, Alant (Barbe), Barsch, Brassen (Briefen),Elritze, Forelle, Steinforelle, Gründling, Hecht, Karausche,Karpse, Keulbarsch, Kaulkopf (Knüling), Lachs, Maiblecke(Alfe oder Springmünne), Maifisch, Neunauge (Pricke),Oestling (Makrele), Rotten (Nothaug), Schleihe, Schm«rle,Wetterfisch und Stichling.
Unter den Vögeln trägt besonders die Nachtigall, welcheMitte April in die Bachthäler in großer Anzahl zum Nisteneinzieht, zur Verschönerung des Frühlings bei. Mit ihrkommen Kukuck, Schwarzköpfchen, Rohrsperlinge, Rothkehl-chen und Bachstelzen in Menge; von Finkenarten sindVuchfinke, Hänfling, Gimpel, Gelbfink und Distelfinkenam häufigsten. Die Singdrossel (Pitsche) und Amsel