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Geschichte und Beschreibung der Stadt und des Kreises Mülheim a. R. : zum Vortheil des Kölner Dombaues
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49, z. V. Haidekraut, Lungenkraut, Wintergrün, Schle-dorn, Tormentille, Hundsrose, Eberesche u. s/w-

Unter den Manufaeturpflanzen haben wir viele wild-wachsende, deren Bast ein Gespinst zu Stoffen und Strickcnliefert, z. B. der Waldziest (stsekvs silvativa), Stein-klee, Linden, Brennessel, Hopfen, 'Malve, Besenpfriem<"8psrtium scop»l-ium) u. s. w.; dann viele aus derenSamen Baumwolle gewonnen wird, z. B. der Schoten--Weiderich, die Wiesenwolle (erioplmnim), Schartenkran!, Ischwarze Pappel, Korbweide, Sahlweide u. a., ferner be-sitzen wir verschiedene Pflanzen, woraus Papier bereitetwerden kann, z. B. aus der Samenwolle'der NohrkolbeI-itifol.), Weide, Schwarzpappel, Lindenrinde,Binsenmark, Maiblumenblätter u. s. w.; ferner dient derSchleim des Seifenkrautes zum Waschen, der Schleim derSchwarzwurzel t, vtk) dient zur Bereitung der

Kamelhaare und zum Wasserdichtmachen der Schuheu. s. w. Branntwein und Kühltränke liefern Wacholder-beeren, Hollunder, Weißdorn, Schlehdorn, Vogelkirschen -e.;die Wurzel des Pfeilkrauts ^SÄKilt-ii- saKittWl'oli^ gibtAro-Mehl ruot) und Gummi, Harz, Pech:c.

liefern Kirschbäume, Wachholder, Fichten :e , zu Maiträn-ken findet man in fast allen Büschen des Kreises den Wald-meister (Ä8perula ocloratü), Odermennig ^aAriinoniaeupatorium), Garthau, Haidekern u. s. w.

Von den Waldpflanzen, Getreiden, Futterkräutern undGartengewächsen wird später bei dem Acker-Wald-Wiesen-Obst- und Gartenbau die Nede sein.

Das Thierreich hat in unserm Kreise durch den immermehr geförderten Anbau viele Gattungen verloren. DasGewürm und die Insekten kommen großentheils nur alsNahruug für andere Thiere oder gar als schädliches Ge-ziefer in Betracht. Unterm Letzter« besonders die Acker-schnecke (limax agi-ostis), die in feuchtem Spätherbste oftgroße Verheerung in den Saatfeldern anrichtet. Der Bor-kenkäfer, der schon an einigen Stellen die Kiefersaat ver-nichtete, und die Erdflöhe, die besonders dem Oelsamen zur