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dichten begonnen. Weiter ostwärts ist der ehemalige Mee-resboden unverkennbar. Versteinerte Seethiere, Korallenund Meerschwämme zeigen dies an den hervortretendenKalksteinfelsen, die an einigen Orten ausschließlich vonKorallenästen zusammengesetzt sind. Die Gestalt und Be-standtheile der Berge lassen die Spuren der Meeresflutüberall erkennen, so auch die Braunkohle, die vor derAbdachung des Gebirges zusammenhangend, und ostwärtsin den Fluß- und Bachlhalen nesterweise, größtentheilsin zwei durch eine Kleischicht getrennten Lagen gefunden wird.Nirgendwo im Kreise kommt eine Spur von Urgebirgen,der Granitstein vor; es sind größtemheils durch Meeres-flut aufgeschwemmte Höhen der zweiten Bildnngsperiode,ein sogenanntes Uebergangsgebirge, dessen innere Stoffe sichsonderten und verdichteten.' Die jüngsten Steinarten sindThonschiefer und lockerer Sandstein, dessen Bildungsgangbesonders im Königforste anschaulich. Entfernter vom Rheinhat sich der viel ältere Sandstein schon zn Grauwacke festerverbuuden, und am westlichen Abbange des Höhenzugesein tiefer Streifen von Kalkstein abgesetzt, der wie erwähnt»die Spuren des Meeresbettes trägt, jedoch dort wo er bisins Nheinthal hinaus reicht von <stromaufschwcmmungenbedeckt ist. —
Die Schichten des Nebergangsgebirgs streichen wie derErdumschwung von Südosten nach Nordwesten, was sichbesonders bei dein Thonschiefer und plattenförmigen Kalk-stein erkennen läßt, wogegen die Saudsteinlagen am Nhein-thal die Richtung des Strombettes theilen.' VerschiedeneSteinmassen haben sich auch muldenförmig in Becken gebildet.Von vulkanischen Gestaltungen bietet sich im Kreise Mül-heim nichts dar, als allenfalls angeschwemmter Bimssteim.Dagegen aber möchten viele Erhebungen von Felsblöcken,z. B. bei Herrstrunden, und die steile Richtung verschie-dener Kalksteinlagen z. B. nordwärts Gladbach auf die Aus-bräche der Feuerskraft deuten. Auch kommen, besonders»in Bensberg, große Felsblöcke anscheinend als Auswürf-linge vor. Viele derselben sind Konglomeratmassm (Stein-l>erölle) aus Quar;, Mergel, Kalk und ciscnhaltigem Sand-stmi, wie auch die Flut sie ablagert- 13-