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Geschichte und Beschreibung der Stadt und des Kreises Mülheim a. R. : zum Vortheil des Kölner Dombaues
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gewohnheiten durch Herzog Johann vom I- 151 1 ist dieSaujagd dem Landesherrn schon vorbehalten. Nach demZchähngen Kriege suchten die Herzoge den Adel noch mehrin der Ausübung des verliehenen Jagdrechts zu beschrän-ken, indem sie durch ein Edikt vom 11. März 1K70 dieHegezeit einführten und die Brackenjagd, das Fangen dcSWildprets in Schlingen, die Verpachtung des JagdrechtSan Bürgerliche n. s. w. unter Verlust des Gerechtsamsverboten. Doch sowohl den Gemeinen, als den Adeligen'gegenüber, wurde das Vorrecht der Jagd häufig bestnitenund veranlaßte viele Beschwerden an das ReichSoberhaup!,'Noch im I. 1490 wurden mehre Gemeinden in der Ge-wohnheit bestätigt, daß Jedermann Hasen und Füchsefing und zu seinem Vortbeil verwandle. Auch durfte derBauer außerhalb des WiidbanneS Hirsche, Nehe undSchweine auf seinem Eigen todten, mußte aber einen Bra-ten davon (den vierten Vnt) an den Amtmann liefern.Einige Gemeinden haben ihr altdeutsches Jagdrecht nochbis nach dem 30jährigen Kriege bewahrt, «seit jener Zeitaber bildete das Waidwerk eine Hauptbeschäftigung deSAdels. Die vom Landesherrn zum Schutze des „Kur-,fürstlichen Plaisiers" in den Wildbahnen Königsforst undAap erlassenen Gesetze wurden auch auf die seit dem 15,Jahrh, gestalteten Jagdbezirke der Aveligen angewandt,^und der damals unter dein Drucke eines vielgestaltige»Despotismus seufzende gemeine Mann als unedel vondem edlen Waidwerk ausgeschlossen. Keinem Zweige derVerwaltung wurde eine größere Aufmerksamkeit geschenkt,als dem Jagdwesen, und es schien, als ob man das Heildes Landes und die Volkskrast in einem ansehnlichenWildstande gesucht habe. Selbst der sonst so humaneKurfürst I. Wilhelm und der milde Karl Theodor erließeneine Anzahl sehr harter Verordnungen gegen „das ver-derbliche Laster und die Bosheit der VZilddieberei" unvdie Festungen Jülich u. Düsseldorf waren mit Unglücklichengefüllt, die es gewagt hatten, eine Sau, die ihre Felderverwüstete, zu erlegen. Viele Männer mußten ihre beste iLebenszeit hindurch, ein Hirschgeweih am Kopfe tragend,'