— 437 -
„issc :c. wurden anfangs mir auf Gewinn und Gewerbe,später aber zu ^ auf die Liegenschaften und auf dieGewinnsteuer berechnet. Die Erhebung der Steuern ge-schah seit dem l7. Jahrh, durch die von der Landesregie-rung angestellten Empfänger. Außer den direkten Steuernaber blieben Zölle und Aeeise, die durch Pächter erhobenwurden. In der letzten kurfürstlichen Zeit hatte der HerrZacharias Bertholdi zu Mülheim sämmtliche Zölle in Jü-lich und Berg als Generalpächter zu erheben- Außerdemwaren die Zehnten, Kameralpachte, Grundrenten, Lehn-gaben, Neuterhafer, Schatz, Schoß, Rauchimbner, Best-haupt und andere aus Bodenverleihung entsprossenen Placke-reien an die kurfürstliche Kellnerei anf Bensberg zu ein-richten. Auch traten zu den Landeslastni Jagdfrobndenund Hatzgelder, die für das „Kurfürstliche Plafir" imKönigforste zu leisten waren und für jedes Amt durch-schnittlich etwa 209 Nthlr. jährlich betrugen, außer derFrohnfuhr der Netze und Geräthe zwischen Düsseldorf undBensberg, wovon mehr bei der Einzelgeschichte des letzlernOrtes.
Die Einnahme der Gemeinde Mülheim aus dem Ver-kaufe des Bürgerrechts, den Marktstandgelder», den Ver-pachtungen der <schroterei, des MödderfasseS, der Jagd,Fischerei ze. ward im Laufe der Zeit für die städtischenBedürfnisse ungenügend, und es mußten in Kriegzeitenbedeutende Anleihen gemacht werden, für welche das Ge-meindeeigenthum mit'Schulden belastet lind endlich größ-tenteils sogar verkauft wurde. In den Wirren des Ne-sormationskrieges gingen der Gemeindewald, der Antheilan der Strundergemarke und sogar Ackerland und Armen»und Kircheuländerei verloren. Pfandnutzungsverträge wa-ren häufig die Ursache dieser Verluste. Erst zur Zeit des7jährigen Kriegs deckte man die städtischen Bedürfnisse durchregelmäßige Gemeindesteuer, die jährlichs höber stieg, dadurch Kriegsbrandschatzung sich die Schuldlast vermehrte.
Wie bereits erwähnt, bestand die ganze Thätigkeit desLandtags in der Bewilligung und Feststellung der Landes-