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schirr mehr zu finden ist, nm selbiges zu kochen :e- Obnun unsers- gg^n. Kurfürsten und Landsherren Intentiondahin gebe, forth demVatterland damit gedient-sei, lassenwir der ehrbaren Welt zu judizireu anheimb gestellt seyn :c."Vergleichen wir mit dieser Relation die verschwendrischcnSchloßbanten und das Hofleben jener Zeit, so muß mandie gepriesenen landesväterlichen Gesinnungen oder dieBekanntschaft der Kurfürsten mit dem Lande in Zweifelziehen. Karl Theodor milderte die Steuern, und bei demGelde, das der 7jährige Krieg in's Land brachte, warensie minder drückend; doch im Ansauge seiner Regierungkamen Pfändungen häufig vor und besonders ein raffinir-tes Ereeutiousmittel, den Säumigen die Hausthüren zupfänden. So wurde einmal eine ganze Stadt und Fe-stung zum offenen Orte geinacht.
In der Gewinn- und Gewerbsteuer oder der Familien-tare war unter Karl Theodor der Pächter steuerfreierGüter auf deu Steuerbetrag des vierten Morgens, undder Gewerbtreibende in Nucksicht auf den Ertrag seinesGeschäftes auf eine gewisse Morgenzahl angeschlagen, wes-halb mau diese Persoualsteuer auch die blinde Morgenzahlnannte. So z. B. wurde jeder Jude in Anschlag genom-men, als ob er ein Gruudeigenthum von 3 Morgen be-sitze. Für diese Steuer wurde jedes Jahr vom Magi-strate mit Zuziehung zweier Deputirten eine neue Ma-trikel aufgenommen und die Ansätze richteten sich nach demFortgauge des Geschäftes. So waren z. B. der Seiden-fabrinnhaber Christoph Audreä, der Wcinhändler Köster,der Spezereihändler Hack, der Fruchthändler Meuser ?c.für's I, 1754 jeder mit 80 Nthlr., ein gewöhnlicherHandwerker aber mit 6 bis 10 Nthlr. besteuert, wozu dieFabrikherren für ihre privilegirten Anlagen überdies nochdie sogen. Kommerziantengelder, 15 bis 1V» Nihlr. ent-richten mußten. Mithin war auch die damalige Vermö-genssteuer bedeutend drückender, als die heutige Klassen-steuer. — Unter Karl Theodor wurde bestimmt, daß derSteuer auf den Boden, und '/z auf Gewinn- und Ge-werb umgelegt werde. Die Kriegslasten, Gemeindebedürf-