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Geschichte und Beschreibung der Stadt und des Kreises Mülheim a. R. : zum Vortheil des Kölner Dombaues
Entstehung
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der Stadt Mülheim zur Zeit des 7jährigen Krieges auf393 Feuerstelleu mit 2175 Einwohnern auf 2190 Rthlr-,jedes Haus also durchschnittlich auf etwa 6 Rthlr. ange-schlagen und Grund- und Häusersteuer betrugen damalszusammen 4376 Nthlr, bergisch, wogegen die heutige Grund-und Häuser-Steuer sich auf 4280 Thlr. 8 Pf. beläuft,wornach in Betracht dcr früheren Zahl dcr steuerfreienMorgen und des höheren Geldwerths, sowie des heutigenhöheren Vodenwenhs, des Bodenertrages und der Ge-treidepreise, die Grundsteuer jetzt mehrfach geringer ist,als unter I. Wilhelms und Karl Philipp Theodors gepriese-ner Zeit, als das Ackerland noch blos das dritte Jahrbesät zu werden pflegte, und das'Darlehn mit 6 Proecntverzinset war. Es gab Orte, wo der Morgen Ackerland,der eine Jahrespacht von 2 Nthlr. und eine Kreszenzvon höchstens 6 Nthlr. aufbrachte, mit ^ bis 5 Nthlr-besteuert war, wohingegen jetzt bei 19 Sgr. Steuer derMorgen 8 Thlr. Pacht und eine Kreszenz von mehr als25 Thlr. aufbringt. Und jene Steuern wurden von denarmen Bauern mit unerbittlicher Strenge, oft dnrch Mi-litairgewalt erhoben. In einer Proposition vom 23. Juni1719 trugen die Landstände dem Kurfürsten die Erschöpfungdes Landes vor und baten ihn, die Steuern herabzusetzenund die in allen Aemtern vertheilten Erecutionstruppenzurückzuziehen, denn es sei unmöglich, den Entblößtenetwas abzupressen.Diese Militairs l beißt es) liegensambt bei sich habenden Weibern und Kindern dem ge-meynen Mann zu Last und lassen die Scheunen bis anffdie Erbsen austreschen, daß die armen Underthanen sogardas liebe truckne Brodt m't mehr haben, daß sie mit Ver-kauffung von Landt und Sandt von Hauß und Hoff müs-sen ablauffcn und sambt Frav und Kindern Hunger lei-den, die Bester vor Elendt erepiren, die Aecker inculti-viret bleiben und Alle vor Armuth den Bettelstab ergreifenund der lieben Heimath den Nucken kehren. Die Offiziersselbsten wünschen nichts mehr, als von der beschwerlichenErerution abberufen zu werden, weilen, wenn auch derSoldat etwas Fleisch übrig hat, bei dem Bauer kein Ge-