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Geschichte und Beschreibung der Stadt und des Kreises Mülheim a. R. : zum Vortheil des Kölner Dombaues
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ten, Lcder, Oel, Butter :c. Alles versteuert, nur das Wild-pret, das am ersten hätte besteuert werden sollen, bliebsteuerfrei des Adels wegen. Auch wurde das damals inden Niederlanden erfundene Stempelpapier für alle ge-gerichtliche und freiwillige Urkunden eingeführt und dieBogen, mit dem Bergischen Löwen gestempelt, je nach derArt oder dem Geldwerthe der Verhandlung im Preisevon 2 bis 40 Stüber verwandt. Drückender war dieViebsteuer, wornach von einem Ackerpferde jährlichs 1NchU',, von einem Ochsen 4V Stüber, von einer Kuh 30Sl^er zc. entrichtet werden mußten. Hierzu fügte derKurfürst I. Wilhelm im I. 1705 noch eine Art Kopf-oder Vermögenssteuer, die sogenannte Familientare, wo-nach jede über 10 Jahre alte Person je nach ihrem Ver-mögen von 2 bis 24 Rthlr. angeschlagen wurde. Endlichkamen hierzu noch die Commerziantengelder, eine Besteue-rung des kaufmännischen Gewerbes von 4 bis 100 Rthlr.und die Lurussteuer. Neben all diesen Steuern stiegen dievom Landtage bewilligte Summen bis zum Jahre t.731über eine halbe Million Rthlr. Bei dem höheren Geld-werthe uud der Steuerfreiheit ritterschaftlicher Personenund Güter war die Besteuerung damals vielfach drücken-der als heutzutage.

Die Vertheilung und Erhebung geschah auf folgendeWeise. Die von dem Landtage bewilligte Summe wurdedurch zwei Landtagsabgeordnete und einen Regierungsbe-vollmächtigten auf die einzelnen Aemter, Städte und Herr-schaften vertheilt, worauf der zugetheilte Betrag auf dieeinzelnen Güter und Familien umgelegt' wurde/ DieHauptumlage s«iirvc:tm'uim) geschah nach der Landes-matrikel, in welcher die Stadt Mülheim von jeden 1000Rthlr. der Landessteuern 13 Rthlr. 64 Albus 2 Heller,das Amt Porz 78 Rthlr. 21 Alb. 7 Hllr. zu tragen hatte.Der Antheil des Amtes sowohl, als der Ortschaften wurdeder Gemeinde von der Kanzel bekannt gemacht und dieEingesessenen zur öffentlichen Untervertheilung s^ulidi-vi«io) eingeladen- Diese Vertheilung der Landessteuern,sowie die Umlage zu Gemeindebedürfnissen wurden an die