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Geschichte und Beschreibung der Stadt und des Kreises Mülheim a. R. : zum Vortheil des Kölner Dombaues
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Rheines hinab brauste. Am 26. Februar war die ganzeNiederung der Freiheit bis zur ref. Kirche überschwemmt.Unbeweglich starrte die Eisdecke bei einer Wasserhöhe von24 Fuß. Da brachen die Mosel uud der Oberrhein los,zerstört und zerstörend setzte sich die Eisdecke oberhalb Kölnin Bewegung. Der Bapenthurm zitterte bei ihrem Stoße;doch dies Bollwerk, das so manchem Sturm getrotzt, be-währte seine Stärke, und dämmte die vernichtende Flutgegen das rechte Ufer. Vom steigenden Wasser von Stiegezu Stiege verfolgt hatten die geängstigten Mülheimer ihreHabe, ihre Norräthe die ganze Nacht hindurch in dieobern Räume der Häuser geflüchtet. Andern Morgensstand die Flut 17 Fuß hoch über die neulich erhöheten,jetzt durchbrochenen Dämme. Zwar brach die Eisdecke desHauptstromes auch bei Mülheim, doch sie stellte sich beider Kirchmauer fester als vorhin, und die höher gethürm-ten Schollen dämmten das Wasser in die Stadt. DasStrombett entlang und von der Feldseite her stießen dieEismassen gegen die bis ans Dach nmfluteten Häuser dessüdlichen Stadttheiles. Mehre Gassen waren mit Eis sogefüllt, daß die rettende Kahnfahrt gehemmt war. Ueberdie Hausdächer kletterten die Bedrängten, um ein stärke-res Gebäude, oder den nicht überschwemmten Theil derStadt, die obere Freiheits- und Buchheimerstraße undden Wall zu erreichen. Haus auf Haus stürzte; dochkühne Schiffer und eine gütige Vorsehung retteten. Dashäufig stockende Eis diente Manchem zur Brücke- Diefolgende Nacht hindurch stieg die Gesabr. Ein Sturm-wind erhob die Gewalt der Flut uud übertobte den Hülf-ruf und das Krachen der Schollen und Gebändetrümmer.Am Morgen des 23. Febr, dnrfte das Wasser nur noch2 Fuß steigen, so war ganz Mülheim überflutet. Dertrockene Raum wurde immer enger. Da endlich am Mit-tage brach nnter furchtbarem Krachen die Decke des Stroms,die Eisberge wälzten thalwärts und die Wasser tratenzurück. Vom südlichen Ende der Stadt bis zur Stock-gasse ragten blos der Thurm der luth. Kirche und fünfandere Gebäude über die Eisschollen, welche die Trümmer

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