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Geschichte und Beschreibung der Stadt und des Kreises Mülheim a. R. : zum Vortheil des Kölner Dombaues
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bedeckt und die Gassen und Hänser gefüllt hatten. Hivdert zwei und sechSzig Wohnungen waren gänzlich wk.gerissen und eben so viele hart beschädigt, 1809 Mx'schen waren obdachlos, aller Habe beraubt; Gärten mFelder verwüstet- Blos die luth. Gemeinde hatte eil«Verlust von 40,000 Fl- Die ref. Gemeinde schlug ihr,Schaden auf 25,000 Fl. an nnd die Verluste der Vrmteu wurde über Mill. Thlr. geschätzt, Hierzu kam liStockung aller Gewerbe. Doch bis auf 21 Personen mreu die Einwohner gerettet. Von allen Seiten naheihnen die liebreichste Hülfe. Aus Köln kamen 130t) BMElberfeld sandte i 2 Karren mit Kleidung und LebMMitteln in einem Gefamunwerth von 5500Rthlr-, Seli-gen, Barmen, Lennep, Burscheid :e. ließen eben sodeutende Liebesgaben ohne Unterschied des Bekenntnißan die Bedürftigen vertheilen. Die nicht überschwemm»Gebäude wurden den obdachlosen Mitbürgern freundlcgeöffnet. Die Landesregierung ließ die Steuer» nach mbot die Nachbargemeinden zur Fortschaffung des Eises mBei allem Fleiße gingen Monate hin, ehe die Stta^wieder gangbar waren; noch im Mai waren die Gschollen ans den Feldern 4 bis 6 Fuß dick. Allererhatte man die verheerende Gewalt des empörten Strmes erfahren; doch Mülbeim lnt am meisten. Wchhabende Familien sahen sich plötzlich verarmt; dock .Vertrauen, daß eine solche Verheerung nie wiederlchwurden alle Trümmerstätten anfs neu überbauet. Bllder einsame Thurm der luth. Kirche, worin 75 Mensch3 Tage u. Nächte durch die Eisfluth umgrausct, bleibt >'Denkmal jener Schauertage, nnd, als Gefängniß, MManchem eine Stätte der Trübsal.

Im Frühlinge besuchte Karl Theodor die Stadt Mi!heim, und nach vielen Vorschlägen zur Wiedererheburihres Wohlstandes, ertheilte er am 15. Juni 17V5 dmden . sogen. Gnadenbrief eine neue Gerichtsverfassung. Dakaum zehnjähriger Friede verstattete Erholung Auf kEsse, wo für Deutschland so manches Unheil geschmick,war, erhob sich, lang geschürt, wiederum eine Flaum