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geschah den beschworenen Verträgen zuwider, währendGraf Pieeolomini und Marquis de Grana zu Köln mitder herrischen Ritterschaft wegen der Kriegssteuer in Un-terhandlung waren. Auf die Nachricht dieser Treulosig-keit der eigenen Truppen eilte der Graf Pieeolomini nachMülbeim/um der Mißhandlung der Bewohner Einhaltzu thun; doch an eine Entschädigung, an Zurückgabe desRandes war nicht zu denken. Zwei Monaie darauf ver-anlaßte der Abzug des Grafen Götz nach Hessen eineneue Plünderung, und die zurückbleibenden Regimenterunter Lamboy, Sparr und Meuter setzten die Plage fort.Der Pfalzgraf bot den Liguisten drei Tonnen Goldes,wenn sie sein Land verlassen wollten, doch sie bliebeirund zogen es vor, durch Kriegsstcuer ihre Taschen zufüllen.
Auch das Jahr 1639 hindurch blieben jene Regimenterunthätig im Bergischen, ihren Freunden größern Scha-den dringend als dem Feinde, indem die Hessen undSchweden vom Mai bis zum Herbste die Gegend unge-hindert dnrchfchweiften und Branl-schatzge!dl.r einzogen.Zum Schutze des Land.6 ließ der Pfalzgraf Mitlhei,'.,immer mehr befestigen und verband sich mit seinen Feinden, dPi Hessen, um gegen die be>reundeten Truppen derh- Liga Schutz zu erhalten. Im Mai IM) schloß ermir dem hessischen Heerführer Graf Ebcrftein emen Vez^trag ad, worauf dieser das Land größtenteils von o?nKaiserliwen befreite. Im September aber lagerte derKaiserliche Graf von Hatzfeld mit 6000 Mann zwischenMüllieim und Denz uud zog im nämlichen Monaie ge-gen Westpfcchlen, wodannen er im Dezember zmueitchr'?x,und den Oberst Meuter mit 8 Kompagnien Neuer uns10, Fähnlein Fußvolk im Bergischen zurückließ. DieseVölker erlaubten sich aber die früheren Ausschweifungender Mannsfelder und erpreßten unier andern euie Lie-ferung von äOO Maltern Roggen. Mnleeim iu.d an-dere feste- Plätze des Landes blieben von den Hess n undRenburgern beschützt. Doch die Nenne von I04l gin^verloren, indem cie Hatzftld'/chen die Getreide noch vor