einige seiner Söldner hinsandte, damit die Milcheimergegen Näuberanfall gesichert seien. Die BürgermeisterPaul von Stammheim und Anton von Lohe hielten Mu-sterung über die wehrhaften Bürger. Die Wohlhabendenmußten mit einer Hakenbüchse, die Geringeren mit einemSpieß bewaffnet sein. Nur die in Mülheim wohnendenWiedertäufer versagten den Waffendienst, weil es gegenihre Grundsätze, Menschenblut zu vergießen. Man kau:daher überein, daß jede Familie aus ihnen einen ^pieß-träger stellen und bezahlen sollte, wodurch neunzehn Spießediese Secte vertraten.
Als aber am 14. Deinbr. 1623 von <?c>ni5a!e8 «iowieder in der Nähe von Mülheim erschien,haben die bewaffneten Bürger seine Ankunft nicht abge-wartet, sondern sind eiligst nach Köln geflüchtet, nur dieleeren Wohnungen hinterlassend. Da drangen die raub-gierigen Spanier in die Kirche, raubten dort Gewindeund heil. Gesäße und beschädigten die Wohimngen Dochder Landesherr traf einen Vergleich zwischen den Bürgernund Hispaniern, so daß erstere zurück kehrten uud dieKompagnie des 6al)i-iel aufnahmen, von der sieeine erträgliche Behandlung erkauften, indem sie demHauptmann wöchentlich 8V, dem Adjudanten 33, denübrigen Offizieren 35, den Sergeanten 32 und den Gemeinen ^/> Dabler entrichteten. Am 12. April 1624 ka-mm zu dieser Einlagerung noch die Spanischen Kompag-nien des Dcm Monlero und I)e losdie am 6. Zuli nach unsäglichen Belästigungen ins Mär-kische abzogen. Darauf kam eine Neuburgische Besatzungunter dem Kaiserl. Hauptmaun Kaspar von Neuenheimin Mülheim bis zum I. 1623. Mehre Spanische Regi-menter wurden zwar während dieser Zeit zu Mülheimeinquartiert; die deutsche Besatzung aber verhinderte dieAusschweifung der Wälfcbeu und schützte vie Bürger.Den Winter" 1624—25 hindurch belästigte die kaiserlicheHeeresablheilung uitter dem Grafen von Anhalt die Ge-gend. Darauf'lageu die Spanier wieder zu Last, bis imZ. 1626 sich die He»en der hiesigm Gegend uäherlen