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zu Stande, gemäß welchem sie die bisherige ge »emscbaft-liche Negierung aufhoben und sich einstweilen in die Ländertheilten- Jül'ich und Berg kamen hierdurch an Nenburg,Kleve und Mark an Brandenburg- Titel und Wappensollten beiden gemeinsam bleiben. Auch wurde gegenseiiigfreie Neligionsübung aller Bekenntnisse zugesichert undversprochen, die glaubenshalber abgesetzten Beamten wiederanzustellen und die Besatzungen zurückzuziehen. Trotz dessen aber bchieltten die Spanier Mülheim, Siegbürg undBensberg besetzt und die religiösen Zwiste und Verfolg»»gen währten fort.
Mülheim, dessen Sturz alle protestantischen Länder d'irckhallt hatte, wie noch viele Gemälde jener Katastwv'.-mit klagenden Unschrifren bezeugen, war auf einen 'kleine,Theil seines Umfanges zurückgedrängt und hatte.de» zablreichsten und betriebsamsten Theil seiner Bewohner verioren. Als ein offnes Dorf vermochte es sich in der Zeitqrauser Kriegsdrangsale nicht wieder zu erheben. DerPfalzgraf Wolfgang Wilhelm war zwar ein Min» viv-vielen gnten Eigenschaften und vorzüglicher Geistesbildung,jedoch die Uebermach! des Spanischen Einflusses, welcheden Jesuiten in Berg die Oberhand ließ, zwang ihn, vielegewerbthätige Unterthanen, die nicht zur Katholischen Kirche"zurückkehren wollten, zu vertreiben. Ganze Ortschaftenverloren dadurch ihre Gewerbe. Besonders in? Jahre1617 befliß der Pflazgraf sich der Wiederumgestaltung derzum Augsburgischen Bekenntnisse übergetretenen Gemein-den, wovon das Einzelne später unten folgen wird. DieProtestanten, welche zu Mülheim in ihrem Gottesdienstednrch die Spanier gehindert wurden, setzten denselben eineZeitlang zu Nesraib fort, bis sie auch hier im I. l6l!->dnrch den Amtmann von Wendt zu Beusberg vertriebe»wurden. Noch wurde heinilich in Scheunen und sogarin Waldungen gepredigt, bis im Jahre 1622 die Spanierdas Land überschwemmten. Der im Jahre l6l8 ausgebrochene Währige Krieg verbreite/ zwar anfangs seinewüsten Greuel blos über den Osten unseres Vaterlandes;doch seufzte bald auch Mülheim unter dein Drucke einer