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Geschichte und Beschreibung der Stadt und des Kreises Mülheim a. R. : zum Vortheil des Kölner Dombaues
Entstehung
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Hände in Unschuld. Ein großer Theil deutscher Nach-barfürsten, zwei Drittel seiner damaligen Unterthanen .waren dem Glauben zugethan, zu dessen Verletzung^ derFall Mülheims berechnet schien. Um sich mit der öffent-lichen Meinung abzufinden unv die gegen ihn aufgeregtenGemüter der eigenen Unterthanen zu beruhigen, ließ erein gnädigstes Schreiben verbreiten, worin er sagte: daßer am 5. Oetbr. die Zerstörung von Mülheim mit hoher .Verwunderung, Beschwer und Mitleiden vernom-men habe, indem von K. K. Majestät nichts Anders be-gehrt worden sei, als die Niederreißung der Befestigung.Er habe sich sofort bei Kaiser und Reich über das Vor-gefallene beschwert und der ferneren Zerstörung der imalten Stadtbezirk neuerbaueten Häuser landesväterlich vor-gebaut.Weil Wir aber (so lauten seine Worte) so-fern es rechtlich geschehen mag, resolviret, diese Nachgie-rigkeit und Jmportunität, so die Stadt Köllen zu Unsermund Unserer Unterthanen merklichem Schimpf und Scha-den erwiesen, zu vindiciren, so ist hiermit an Euch Unsergnädigstes Befehl, daß Ihr alte und neue Aeta d.nMül-heimischen Ban betreffend mit Fleiß durchsehet und einausführliches Bedenken ergreifen wollet, ob und welcherGestalt wir derselben ungehindert libertatemA molim-antU Unserer Freiheit (?.) zu Mülheim mitRecht erhalten, so dann diesis durch die von Köllen erlit-tenen Schadens gebürende Abstattung Uns und UnserenUnterthanen zu Trost und gutem Erlangen auch jetzoimmittels die verderbten Leut wiederumb gelägert, auchin Unsern Landen untergebracht werden möchten, damitwir auch hierüber die Nothdurft bedenken lassen mö-gen ze. :c.""

Hierauf aber erfolgte nichts, was die Aufrichtigkeit 'des fürstlichen Mitleidens zu rechtfertigen vermocht hätte.Die obdachlosen protestantischen Bürger von Mülheim ver-ließen großentheils das Herzcgrhum Berg und zogen insKlevische, wo sie unter Brandeuburgischem Schutze sichzu Krefeld und a. O. ansiedelten. Am 18. Nov. 1614kam zwischen Brandenburg und Neuburg ein Vergleich