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Bürgern die Versicherung, daß die Wohnhäuser der offe-nen Stadt unangetastet bleiben würden. Nachdem einSpanischer Oberst mit einer kleinen Besatzung in Mül-heim zurückgelassen war, zog der Heerhaufeu nach Düssel-dorf. Am 30, Septbr- aber kamen auf Einladung jenesObersten sämmtliche Baubandwerker der ^stadt Köln,600 an der Zahl, mit ihren Gerathen auf Schiffen denRhein herab, und während die Spanischen Krieger denWiderstand der Eigenthümer verhinderten, begannen dieKölnischen Werkleute den Abbruch der verhaßten Stadt.Mit Untergrabung der größten und prachtvollsten Häuserwurde begonnen; die Mauern wurden durch angelegteMinen umgeworfen, das Holz verbrannt oder in denRhein geworfen, Hansrath und Vorräthe, Waaren undGetreide geraubt, oder unter den Trümmern verschüttet.Am 4. Oetbr. 1614 war die schöne umfangreiche StadtMülheim anf die heutige Ausdehnung zurückgeworfen;hoffnungslos für die Zukunft, ohne Heimat nnd Obdacht für den nahen Winter irrten die glanbenshalber vertrie-^ benen Einwohner auf der Trümmerstätte, wo sie ihre
> letzte Habe verwendet hatten. Jubelnd verließen die Köl-nischen Werkleute das Werk der Zerstörung und der Köl-nische Geschichtschreiber Arnold Meshov schlicht die Er-zählung dieses Vorgangs mit dem frommen Wunsche: daß
l- Gott auch fürder Alle Widersacher der Stadt uud ihresGlaubens auf solche Weise zu Schanden mache und um-kommen lasse. Die Jesuiten (neuen Mönche) waren beijener Erpcdition auch zugegen gewesen und wollten die zuMülheim sich angeeigneten Glocken, Predigstühle, dazHolzwerk der Kirchen und andere Gaustoffe nach Köln
> bringen, wurden aber damit vom Magistrate nicht ein-l gelassen.
So hatte die Unduldsamkeit einen vollständigen Sieg; gefeiert, und durch die Vernichtung der protestantischenI Stadt war eine große Gefahr für den Kölnischen Allein-^ Handel am Niederrhein entfernt. Doch der, welcher das^ Elend der Heimatlosen zunächst hervorgerufen hatte, derPfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Neuburg wusch seine
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