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Häuser zu Deuz anzündeten und theils nach Mülheim,thei s nach Lülsdorf zurückzogen. Am 11. August erschie-nen sie wieder, durch eine von Gebhards Bruder Karlgeführte Schaar bis zu Mann verstärkt. Von Mor-gens früh bis Mittag zechten sie in Mülheim, dann, nach-dem das Geschütz ausgestellt war, begann der Sturm gegendas Deuzer Kloster, bis es erst gegen Abend, nachdem dasganze Gebäude und beide Kirchen in Flammen, eingenom-men und der Ziest der Besatzung gefangen wurde. Abtund Mouche waren schon früher mit den Reliquien nachKöln geflüchtet. Am folgenden Tage, als die Truchsesserwieder den Rhein hinauszogen, war von dem Dorf, vomKloster und von den prachtvollen im I. 1287 erbauetenKirchen zu Denz nichts übrig als die rauchenden Trüm-mer. Auch das Manerwerk dieser Gebäude ließen dieKölner mit Zustimmung des AbtS niederwerfen nnd deniBoden gleich machen, damit der Feind es nicht zum Boll-werk gegen Köln benutze. Sechshundert Maurer bedurf-ten 8 Tage um die Zerstörung zu vollenden.
Gebhard zog darauf trotz des Einspruchs unsers Her-zogs Wilhelm wieder nach Lülsdorf, und die schaarenseiner Getreuen durchplünderten das Land. Am 11. Sep-tember bezog er mit 6000 Reisigen, die ^falzgraf Eastmiranführte, ein Lager zu Deuz. Weil es tort aber au Le-bensrnitteln gebrach, rückte das Heer vier Tage daraufnach Mülheim, von wo aus die Umgegend zehn Tage hin-durch gebrandfchatzt wurde. Die armen Nonnen zu Dün-wald erlitten scheußliche Mißhandlung und Graf Nenenarbrannte in jenen Tagen auch Schloß nnd Dorf Schlebufchnieder. Zu Ende September kehrten die Truchsesser nachBonn zurück. Im Belgischen blieb blos Deuz von ihnenbesetzt. Da die Stadt Bonn aber Herbst und Winterhindurch von den Baiern ernstlich belagert wurde, so riefGebhard den Herzog Heinrich von Brauuschweig zurHülfe, der mit 5009 Mann und 45 Wagen mit Lebens-mitteln vom Niederrhein durch Mülheim gegen Siegburgzog. Dies hatten die Baiern erkundet und sich mitden Bergischen Landleuten, die an den Truchsessern viele