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Unbilde zu rächen batten, bei Troisdorf an der Acherbrückein Hinterhalt gelegt. Kaum war die Hälfte des Heeresüber den "Fluß, als die hölzerne Brücke durch Vorkehrungder bewaffneten Banern mit RossenHund Geschützen indie Flut zusammenbrach, worauf die 'getheilten Schaaren(2. Januar 1584) allerseits angegriffen und vernichtetwurden. Nur wenige entkamen uach Mülheim und Deuz,Am 18. Juni 1586 zogen die letzten Trnchsefser aus Deuzmid die Greuel dieses Raubkriegs verlobten im unternTheile des Erzslifts. Nachdem aber Gebhards Anhängerzerstreut waren, gefährdeten die entlassenen Krieger alsRäuber die Sicherheit. Deshalb rief Herzog Wilhelm dieGemeinden zur Wehre, auch die Mülheimer Bürgerschaftmußte Streifzüge machen, und wo man die Friedbrecher fand,dort hängte man sie. Trotz des Kölnischen Einspruchssetzte der Herzog die Befestigung von Mülheim fort, undweil das Kaiserliche Mandat die Anlage von Maliern undThürmen verboten hatte, so ließ er neben den Grabenhohe Erdwälle auswerfen, die mit einer dichtgeschlossenenReihe starker Eicheupfahle gezäuul wurden. Auch erhieltMülheim eine Besatzung von Klevischen Landsknechtenzur Bewachung.
Nach diesen Kriegsdraugsalen wurde das Land durchschlechte Verwaltung ins äußerste Elend gestürzt. InFolge eines heftigen Fiebers fiel Herzog Wilhelm in Blöd-sinn und sein Sohn und Nachfolger Johann Wilhelm l-war blödsinnig von Kind auf. Da suchten uugetreueRäthe sich zu bereichern und die. Ritterschaft preßte dieGemeinen. Sinnlose Verschwendung zehrte das Land,Redlichkeit und Treue wichen. Der Glaubenseiser dientezur Larve niedriger Leidenschaften. Besonders als Spa-nischer Einfluß die Oberhand gewann, fanden sich Mittelzur Unterdrückung. Hader um Meinungen entzweite Ge-meinden, Genossenschaften und Familien. Zu Anfang des
*) Hlesliow ol l>!> Isselt lib III e, 5—8 u. üb. IV c. 2 u. 3.p. 570 s<z.