- 32
lenarken suchte diese Fehde beizulegen, doch kam er imJahre 1230 selber mit dem Grafen Heinrich vom Bergewegen der Vogtei Siegburg in Händel, brannte dasStädtchen Deuz nieder und schleifte das Schloß zu Bens-berg. Unter seinem Nachfolger Konrad von Hochstadenbegann der Kampf aufs neu. Dieser bauete, gegen Bergzu Deuz eine gewaltige Zwingburg mit fünfzehn Thür- ^inen, wozu die Bürgerschaft von Köln 59,000 Mark Gol-des hergegeben hatte. Von hier aus überwältigte er das lLand. Als sich der Erzbischof aber mit dem Grafenwieder versöhnt hatte und mit der Stadt Köln (1240)in Fehde kam, zog er mit 14 Heerschissen von Andernachherab in die Feste Deuz und fügte 'den Kölnern großen!Schaden zn, bis zwei Jahre darauf ein Friede zu Standekam, gemäß welchem die kostspieligen Festungswerke vonDeuz zum Vortheile der Stadt Köln (1242) wieder ge-schleift wurden.
Während dieses Friedens wurde das Werk des Dom-!baueS begonnen, wobei der mächtige Erzbischof und die ^reiche Stadt Köln von ganz Deutschland mit Beiträgennnterstüzt wurden. Am 15. Angust 1248 wurde derGrundstein zu dem herrlichsten Tempel unseres Vater-landes gelegt.
Bald darauf brach der Krieg zwischen der Stadt unddein Erzbischofe aufs neu aus. Die Bürger, welche denErzbischof bei Essern uud Freche» geschlagen hatten, woll-ten seinen Verbündeten, den Grafen Adolf den Langenvom Berge züchligen uud fielen von Deuz aus ins Land, Iwurden aber im I. 1250 geschlagen und zurückgetrieben.Als darauf mehre hundert Bürger unterhalb Mülheimüber den Rhein kamen, um in den belgischen Forstengewaltsamer Weise Holz zu fällen, so sandte der Graf,von Bensberg aus 400 Reiter gegen sie. Diese wurdengeschlagen und vier von ihnen getödtet, worauf der Grafselber mit noch 40t) Reitern den Seinigen zur Hülfevon Beuöberg kam und die Bürger in die Flucht trieb,wobei ihrer fünfzig erschlagen wurden. Da zog der ganze