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Geschichte und Beschreibung der Stadt und des Kreises Mülheim a. R. : zum Vortheil des Kölner Dombaues
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! Heerbann der Bürgerschaft herunter, um die Leichen der^ Erschlagenen zu holen, der Greve mußte sich hinter dieMauern von BenSberg zurück ziehen und gewähren lassen,daß die Stadt Deuz gänzlich niedergebrannt wurde.

Um seinen Unterthanen einen Zufluchtsort gegen fernereUeberfälle zu verschaffen, begann Graf Adolf im Jahre12'z5 das Dorf Mülheim durch Gräben und Ringmauern, zu befestigen; die Stadt Köln aber, welche hierbei ihreSicherheit gefährdet sah, wußte dies zu hintertreiben.Unter Adolfs Sehn und Nachfolger, dem Grafen Adolfs^ VII. schienen die Zeitverhältnisse zur Erhebung Mülheimsgünstiger. In einer streitigen Erzbischofswahl, wobei AdolfsBruder Konrad die meisten Stimmen und anfangs auchdie Reichsstadt für sich hatte, verbanden sich Köln undVerg nach langer Spannung, und da im I. 1275 bauete. Graf Adolf zu Mülbeim und Monheim feste Burgen,umgab die Orte mit Ringmauern, Thürmen und Wällenund ertheilte den Einwohnern mit bürgerlicher Verfassungauch daö Bewaffnuugsrecht. Doch die Eintracht zwischenI Berg und Köln war, wie immer, nur von kurzer Dauer.Siegfried von Westerburg erhielt vom heiligen Vater dieBestätigung im ErzbiSthUm und Konrad vom Bergemußte sich mit einer Jahresrente begnügen. Der neueErzbischos verband sich mit der Reichsstadt gegen Berg,, und eS kam zu einem blutigen Kriege, der erst am 16«Novb. 1286 mit einem Vergleiche endigte, laut welchemAdolf geloben mußte, die Befestigung von Mülheim zuzerstören und von Monheim bis Zündorf nie wieder einBollwerk 'am Rheine zu errichten. Obgleich die Herrenvon Köln sich damals mit dem Greven vom Berge zur! Aufrechterhaltung des Landfriedens gegen den kriegrischgesinnten <Zrzbifchof verbündet hatten, so war ihnen dochan der Wegräumung von Mülheim so viel gelegen, daßsie die Vollziehung des Vertrags auf ihre Kosteu über-nahmen uud dem Grafen sogar die Baukosten ersetzten.

Mülheim war wieder ein offener Ort und deshalb un-, bedeutend geworden, denn die vortheilhafte Lage und alle