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Geschichte und Beschreibung der Stadt und des Kreises Mülheim a. R. : zum Vortheil des Kölner Dombaues
Entstehung
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die für Handel und Schiffahrt günstige Lage am Meinunterhalb eines von der Natur gebildeten Hafens, sowieh die alte Heerstraße von Köln nach Westphalen verschafftendem Orte ein rasches Emporblühen. Der Welthaiwel^amdamals bis zum fünfzehnten Jahrhunderte von Osten herdurch Italien, dann über Straßburg den Rhein herab,»ud England und die Niederlande sandten den Rheinhinauf um die Erzeugm'»e milderer Zonen, sowie die"/'Gegenstände deS Kunstfleißes zu beziehen. Auch der Strun-^ derbach gewährte dem Anhan zu Mülheim große Vor-^ theile. Der Name Mühlheim, Mulinheim, Mnllenheimb,Molenheim vor. Mühle und dem altfränkischen WorteIieim für dac säck'stsche lins oder Iiaus ist gleichbedeutendmit Mülhausen, i nd von den Mühlen am Strunderbach^wahrscheinlich schon in altfränkischer Zeit entstanden, daI Wassermühlen schon im I. 370 im Rheinland erwähntwerden-

, » Der günstigen Lage wegen versuchten die Grafen vom" K Berge Mülhenn statt des von ihrem Schlosse Benöbergweiter entlegenen Porz zumHanptorte des OberbergifchenI zu machen und verlegten zu Anfang des 13. Jahrhunderts, i die von Deuz nach Porz gekommene Obergerichtsbarkeit^der durch die Wupper bestimmten Laudeshälfte in den s Bereubof zu Mülheim. Um diese Zeit aber brachte ders l Thronstreit zwischen Otto von Sachsen uud Philipp von^ I Schwaben große Verheerung ins Land. Der Graf vonI Berg und Erzbischof Adolf von Köln, sein Vetter, warenaus des Hohenstaufen Seite und halfen diesem im I. 1205^ . die Stadt Köln belagern. Graf Adolf von Berge be-' . mächtiijte sich der Stadt Deuz, die damals von den Köl-" I nern besetzt war und schleuderte Pfeile und Steine über^! den Rhein, während Philipp uud der Erzbischof die Stadt' von der Landseite her, wiewohl vergeblich angriffen. Bald' darauf versöhnte sich Berg wieder mit der Reichsstadt,' bis die Kölnischen Bürger im Spätherbst 1225, um den^ Erzbischof Engelbert an" den vermeintlichen Mordhelfern' ! zu rää m, einen großen Theil der Grafschaft Berg und' ! auch Mülheim verheerten. Erzbischof Heinrich von Mül-