Druckschrift 
Geschichte und Beschreibung der Stadt und des Kreises Mülheim a. R. : zum Vortheil des Kölner Dombaues
Entstehung
Seite
29
Einzelbild herunterladen
 

- 29 -

^unterwürfiger zu machen, fiel zum Nachtheil der Gemei-"neu aus, indem die Ritterschaft für das, was sie nachobenhin verlor, einen Ersatz ansprach.

Unter diesen Verhältnissen waren mächtige Genossen-schaften entstanden, welche die natürliche Freiheit bewahrten^ind hegten. Hinter dem Schutze starker Mauern bildeten^Ich die Städte und Freiheiten zu einer Selbstständigkeit^ind Kraft, daß sie der Ritterschaft entgegen zu treten^vermochten, und ihr Reichthum, die Frncht des HandelsMd der Gewerbthätigkeit, sowie auch ihre ansprnchlose"'Treue, mit welcher sie für das allgemeine Wohl zu Felde^ogen, machte sie dem Landesherrn schätzbar, der ihnen6'iuch Sitz und Stimme auf deu Landtagen verschaffte.5 Kaiser Heinrich I-, der Vogelsteller, trägt den Ruhm,.,,>er erste Gründer deutscher Städte geworden zu sein.^Zeine Nachfolger haben deren Vortrefflichkeit nie genug' jewürdigt, Heinrich IV. erkannte in ihnen die Stütze^eines mehrmals erschütterten Reiches und nach ihm för-derten alle einsichtvolle Kaiser das Aufkommen dieser Ge-nossenschaften zu einem Gleichgewichte gegen die Reichs-^ürsten, diese aber gegen ihre Ritterschaft. Auch die Grafen^>om Berge suchten ihre Macht durch die Gründung^>on Städten zu befestigen, und so entstanden im I. 1222> 'nrch Engelbert d. H. Wipperfürth, und durch Adolfim I. 1275 Ratingen, 1277 Lennep und 1288^Düsseldorf als die vier Hauptstädte des Landes. Auch' Nülheim am Rhein versuchte dieser um die Landeskultur,o verdiente Graf zur Stadt zu erheben.

Aei>

?l>

d

ck-

nkhe