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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
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313
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Dritten Theils Eilffteö Buch.

^sten/sonderlich den Gemachten/^c. eine treffliche Artz-n«). Die Schnecken wohl yedörrt/ samt ihren De-ckelein/in einem Wermuth Morgens und Abendsdrey Messer--Spitzen-voll eingenommen / ist ein be-iwährt Mittel wider die Wassersucht und den Gries.

Wann man die rothen Schnecken mit Saltz bestreut/und die Feuchtigkeit zu den Wartzen und GeschwMdesPodagrams anschmieret/ istö auch trefflich, vici.tizrclsri 1r^ 6e Lock!.

XI.

Wie man die TetZe ablassen und fisZm soll; Item/ Karpffen/

so sich in die Haben/ Barcken oder Löcher verschlie-fen/ zu fangen.

M Herbst/ wann die Zeit zu Fischen vorhan-den/nemlieh zu Ende des Septembers / oderim Oetober um Galli/ und zwar im Vollen-oder Zunehmen des Monds / sollen die Teiche abge-lassen werden. In solcher Ablassung des Teichesaber muß sonderlich das Zapffen-Loch wohl verwah-ret seyn / daß mir der Fluth kein Fisch wegkomme/zumalen/ wann unter dem Abgelassenen kein andererTeich mehr vorhanden; Zu solchen; Ende machen et-liche oben einen Zaun um das Loch / und unten vonDrath oder eisernen Stangen ein Gegitter vor:Dann lässet man anfanglich nickt zuviel/sondern nurqar wenig Wasser lauffen / als etwann erstlich einViertel/ darnach ein halbes / und endlich nach undnach das gantze Brett/damit der Fisch mit sachtemAblaß dem Zug folge / und nichts dahinten in denGruben stehen bleiben möge/ da man hernach grosseMühe heraus zu fischen hat. Auch soll man mit demFischen nicht allzu lange/und biß das Eiß gefrieret/warten/weiln dadurch leichtlich den Zuber-Fischen/!wie auch den Karpffen und Hechten/ grosser Schadei geschiehet.

Bey Fischung aber der Teiche soll man gute Garnhaben/und zwar etwas weit gestrickt/damit der klei-ne Fisch könne durchgehen/ daß demselben davon keinl Schaden geschehe. Auch sollen etliche Wachen vor-handen seyn / wormit man fischet; Jngleichem engeSteck - Netze / welche vor die Haupt-Graben/ eheman anfangt zu fischen/gezogen und eingesteckt wer-

den/ damit die Fische nicht wieder zurück in die Gra-

ben tretten/ und sich verlauffen können. Und weilnes in grossen Teichen allerhand Sorten an Fischengibt/ als soll man auch zu einerjedwedern Sorte grosseKübel - Tonnen mit Wasser haben / darein man dieSorten sogleich bey dem Teiche absondern / und indem Wasser abkühlen und saubern könne/wornachsie entweder verkaufft/sder in andere Halter verfüh-ret werden. An Körben / Zubern / Fisch - Fassern /

Wasser - Kannen / Brack - sieben / Hammen / unddergleichen Fisch-Gerathen/soll es ebenfalls nicht er-mangeln/und den Abend zuvor alles bey dem Teichzur Stelle/wie auch auf dem Morgen früh die Fisch-Fubren zeitlich dahin verschaffet werden.

Wann man dann die Teiche fischet/soll eine jede! Sorte von Karpffen und Hechten/sowol als die Zu-ber-Fische/ bey den Teichen alsobald/nachdem sie ge-brackt/ in die Fasser eingezehlet/in ihre absonderlicheHalter geführet/ dann nachmals daraus verkauftet.werden. Bey grossen Teichen ist vor allen Dingen> dahin zu sehen/ daß die Hechte zu erst heraus gefischt

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werden/dann siesonstenTag und Nacht/bey Ablassung der Teiche / den Karpffen und andern Fischengrossen Schaden thun.

Wann man den drey-jährigen Saamen/so sichden Sommer über erstrecket hat/fischet/so wird sol-cher gleich alsobald bey dem Teich gezehlet/ und zumWintern in einen geraumen Halter geführet/darin-nen er biß in den Mertzen / da man ihn wieder zumGewächs aussetzet / stehen bleibet; Alsdann wird erPaar - weise aus den Haltern in die Fässer sezehlet/und sofort Schock-weise in die Teiche ausgebt.

Endlich / so pfleget man auch die Streich - seich-tem/ welche mit Streich-Karpffen auf zwey Som-mer besetzt gewesen / bald hernach / oder auch etlichezuvor/zu fischen; Dieser zwey-jährige Saame aber/weil er manchmal gar zu klein ist/ und mit dem Zeh-len eintzel-weise langsam zugehet/auch leichtlich dar-zu Schaden entstehet/ wird nicht gezehlet / sondernman pfleget insgemein einen Metzen oder ein kleinesScbafflem zu nehmen/ darein zehlet man nur einmaldenselben / biß daß es voll wird / darnach misst mansolchen ungefehr mit eben dem Maas in die Fässer/und wird er sodann gleichfalls in die Halter mmWintern verführet/worinnen er biß auf die Fasten/da er alsdann zum Erstrecken an seinen Ort ausge-setzet wird / stehen bleibet. Die Streich - Karpffenaber/so aus solchen Teichen gefangen werden/sollenverkaufft/ oder für das Gesinde verspeisst/und in kei-nen Teich mehr gesetzt werden.

Wann ein Haus - Wirth etliche Teiche beysam-men hat / daß das Wasser aus einem Teich in denandern fliestet/ so soll er den untersten zuerst ablassen/und ausfischen/ hernach den folgenden/ so lauffet der'untere wieder allezeit davon voll / und wann gleichetwas von den Fischen entgehet/so kommen sie dochalt nur in die nächst-folgenden Teicke.arm man den Saamen in der Fasten-Zeit/oder darnach/auszusetzen pfleget/muß man mit demzwey-und dreyjahrigen Saamen gar gemach thun/und denselben nicht sehr drucken noch flössen lassen/damit er nicht davon sterbe / dann es pflegt ohne dißin den Teichen viel ein - und abzugehen.

Aller Saame soll frühe Vormittag im Neumon-den / die Streich - Karpffen aber im Vollmondenausgesetzt werden/ dauren gleichfalls frühe im Füh-ren besser/ als Nachmittage.

Wann man nun den Saamen zum Aussetzen indie Teich führet/ so soll man denselben nicht so gleichin die Tieffe der Teiche hinein schürten Dann derSaame / weilen er sich ohnedem im Führen abge-

(Rr)

schla-