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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
Entstehung
Seite
308
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Des Adelichen Land - und Feld - Lebens

VIII.

Von andern Arten ZWm / amH was die ZisD im Wasser essen/

ob sie Athem holen/sehen/hören und schreyen.

Ls i.) die Heringe/welche/wo man sie frischhat/ und wohl gewassert worden/so gar un-gesund nicht seynd; Aeusserlich wird er nutz-! lich im hitzigen Fieber auf die Fuß-Sohlen gebun-den. Die weisse Herings - Seele gepulvert einge-nommen/neun an der Zahl/ befördern unfehlbar denverstandenen Harn. Plateißlem gedörrt/seyndhart zu verdauen/und geben eine schlechte Nahrung.

geneigt

hüte sich vor solcher Speise. 4.) DieAusturieN oderÖfteren-Saffr und Fleisch/seynd geschmackter/alsgesund. 5. ) Bischerschweiff ist zwar für Schleck-Mauler/Über nicht für die blöden Magen. 6.) Diehintern Füsse von den Fröschen werden von vielenzu einer Speise gebrauchet/ sonderlich sollen sie denSchwind - und Lungenfuchrigen gut seyn. Zur Früh-lings - Zeit gebühren sie viel Eyer (so matt Frosch-laich od'er Fröschmalter nennet) in dem Wasser/mwelchem alsdann die Frosch in Mitten verborgen lie-gen/so dieE "

gel oder Rl

erstlich aus . . , ^ ^ .

darnach der Kopff und der Schwantz / endlich dieFusse. Der Scywantz aber vertheilet sich endlich /die Haut gehet ab/ und alsdann kommen hervor diehintern Füsse. Herr cykr. in Beschreibung des Lwcerner-See p»g. uz. meldet/ wie es ihme Fröscheauf den Hut vor der Stadt Lucern geregnet. DenNutzen der Frösche ist : So ein Frosch im Saltz-Wasser und Honig gesotten wird/biß ein Salbleindaraus werde / und damit die Flecken und Mahlerder Haut bestrichen/ werden sie dadurch vertrieben.Frösche zerstossen/ oder in der Mitte voneinandergeschnitten / und ausgelegt / linderen die Glieder-Schmertzen/ stillen ingleichem/ im Wasser und Essiggesotten/ und im Mund gehalten/ das Zahn - Wehe.Die Leber gedörret und geflossen / und solche gleichLNlv psroxxl'mum einem ^cdricitgnren eingegebenin ^cz. Lenrsur. mix. soll das Fieber vertreiben.<^raro. Die Leber von Laub-Fröschen eingenommen/dienet wider Kpileplism. Die Gall gedörret / undpulverisirt eingenommen ein Quintlein - schwehr/ ma-chet das viertägige Fieber weichend. Aeusserlich istsfür die Augen gut. Das Fett in die Ohren warm-lecht getröpffelr/ vertreibet die Schmertzen. Wasdas Froschlaich anbelangt/wird solches starck in derArkney gebrauchet; Es kühlet/ziehet zusammen/ver-dicket/ und lindert ausserliche Schmertzen / ist gut;Zumal/ wann etliche Gran Campsser darzu kommen;Wider das Rorhlauff/ Entzündungen / hitzige Ge-schwülste und Flüsse/wider allerley Glieder-als Lki-und Podagra -- Schmertzen / mit doppeltenleinenen darein gedunckten Tüchern umgeschlagen/es ziehet/ aufgeleget/ die übrige Röthe am Gesicht

heraus/ machet die Hände glatt und sauber/vertrei-bet die Raud/ zumal im Mertzen/ stillet das übrigeBluten/wo es auch ftye/sonderlich/wanns mikRo;sen -Essig auf einem Schwamm »p'püc-rr wird)' Eslindert / äusserlich gebraucht / das Kopff-Wehe/dieSchmertzen an den Fingern / der Wurm genMnt/welchen er gäntzlich todtet/ kühlet äusserlich die e5blkite Leber ab/und umgeschlagen/ists auch fürtrestWwann man sich/womit es seye/verbrannt. 7',) Mmscheten klein (t^ulcuiuz squ« 6ulci5)-und l.INg(("ciyctis lonza) werden an Seen hin und wiedergefunden/ haben in sich ein lebendiges Fleisch./^><je^usrolnc k4>duii) so dem Schnecken-Fleischähnlich/und derowegen auch undäulich/und leichlljchein Fieber erwecket. Die Schaalen dienen zumbrauch der Mahler/und zer^ssen /seynd sie ein

cipirsns snritebrile.

Was ein jeder Fisch isset / das kan man in ihrer!Därmen gewahr werden/wann man siereisset/und'ihnen die Bäuche aufschneidet. Dann da findet manin etlichen Würmer / in etlichen Fliegen und Mü-cken/in etlichen Mist oder Lette/in etlichen Kröten/in etlichen Fische / in etlichen Krauter und anderkSachen/ die sie an den Ufern finden.

Man hat auch sonsten andere Sacken / damitman sie nicht allein speiset / wanns die Noth erfor-dert/ sondern auch mästet und fett machet/ia rechetund locket/ daß sie in die Reusen krischen/ wie son-derlich das Weitzene Maltz ist : Dann wanniuandasselbige nur auf einen Stein zerklopsset/ und dar-nach den Stein ins Wasser leget/so kommen die Fi-sche/ und bleiben alle häussig darüber stehen/und le-cken mit den Maulern an dem Stein.

Etliche sagen/ dieFische haben keinen Athem/weilsie keine Lunge haben/und ohne das unter dem Was-ser niemand Athem holen kan. Etliche sagen/sie zie-hen das Wasser zu sich / und speyens wieder weg /oder stossens wiederum heraus/ das soll ihr Achem-holen und Zusichziehen seyn.

So gibrs gleichwol die Erfahrung/wann in demWinrer die Teiche oder WaM hart zufrieren/undman keine Löcher oder Luhmen in das Eis Hauer/daßdie Fische ersticken/und im lüfftigen Sommer haus-fig todt an den Ufern liegen / oder m dem Wasserschwimmen. Item/ wann grosser Schnee gefallen/und lange auf dem Eis lieget / so werden die Fischeder Vögel und Katzen ihre Speise: Darum müs-sen ja die Fische Athem holen / und wiederum vonsich lassen.

So sehen sie gar scbarff/ und boren auch / dannman gehe über einen ^teeg.oder Brücken / und re-ge die Arme sehr/oder scheuche mit einem Hut/oderschlage auf den ^.teg/ oder auf die Brücke/so wirdman bald sehen/ wie die Fische voneinander laussenwerden.

Es ist ein kunstreich Ding an den Fischen/ daß sie

^.f