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Dritten Theils Eilffteö Buch.
Kaulhaupte sind auch kleine / wohl-schmackende/gesunde Back-Fischlein; er hat einen grossen breitenKopff/ einen gescblancken Leib/und ein harr Fleisch/wird nicht viel länger als der Mittel-Finger einesManns.
Um Ostern pflegen sie zu laichen/ biß in den April/wiewol man sonsten immer viel Rogen bey ihnenfin-det/ daher vermuthlich / daß sie auch alle vier Wo-chen streichen. Etliche nennen sie auch Kaulparß.
'Man sahet sie in frischen Wassern/ in den kleinenFisch-Körblein / mit den Hamen/wie die Grundeln/sie sind gern in kalten Wassern bey den Grundeln.
Der Eldritz issein gemeiner und kleinerFleisch-Fisch/Her nicht groß wird/soll aber alle 4. Wochenlaichen. .
Sie sind gar gerne in den Bachlem/ da die Grun-de! und Kaulhaupte innen seyn / allein sie lassen sichbey ihnen unter den Steinen/und auf dem Grundeselten finden/ sondern in sandigten Oertern der Flüsse/und mitten/ oder oben auf den Wassern/und habeneine bittere Galle. Mit Angeln und kleinen Fisch-Körblein werden sie am meisten gefangen.
Kressen werden nicht allein in kleinen Bachen/sondern auch in grossen Flüß-Wassern mit Angeln/Reussen/ Körblein / Hamen / und engen Netzen ge-fangen.
Etliche wollen / daß sie alle Monat laichen oderstreichen sollen.
Im Mertzen / wann sie sireichen/ so werden siehäussig gefangen ;Man will sagen/ daß sie alle sie-ben Jahr einmal hauffig ziehen/ da sollen ihrer viel ge-fangen werden. Wie auch zu Anfang des Win-ters/ wanns beginnt zu gefrieren.
Der Rott ist ein Schupp-Fisch/ nicht ungleichdem Fohren / nur daß er nicht so breit und rogen-hasst ,st. Gesellet sich zu Zeiten zu den Brachsmen/mit denen laichet er/ und wird daraus ein Halbfisch/(wie mans nennet) etwas grösser / dann die Rott/und kleiner/ dann die Vrkchsmen.
Agon ist ein kleines/ weisses Schupp-Fischlein/aufs höchste eines Fingers - lang / wird anderswoein Lagen genennt. Ist zu seiner Zeit ein wohlge-schmacktes Fischlein/ wird aber bey etlichen verach-tet/ von wegen ihrer Weid und Nahrung/ dann siegern bey den Priveten wohnen. Sommers - Zeitwachsen Nesseln in ihnen / das seynd weisse / lange/dünne/ zusammen-gewickelte Würmlein/ wie eineHasel-Nuß/ alsdann soll man sie nicht essen. DieserFische Laich hebt an im Brachmonat/und laichen zuZeiten mit den Brachsmen und Rotten. So siemit ihnen laichen / so erwächst aus dem Laich einDritt-Fisch / an dem man beyder Fische Natur au-genscheinlich spühret / und doch weder Agon / nochBrachsmen oder Rott ist.
Seel/ Stüb und Gang-Fi/ch/ist einerley Fijch/
andern aber den Nahmen nach den Jahren. Imersten Jahr Werdens genannt Seelen / im andernJahr Stuben/am Zürcher-See Werdens genennet^tbele ( ^Iburin) entweders sd aidecjine. das ist/von der Weisse der Schuppen und des Fleisches/
III. Theils
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oder aber »om Wörtlein Halb / ^»li HMelein/ da,rum/ daß es halb-erwachsene Fische seynd/im drit-ten Jahr Werdens genenn«tGang-oderWott-Fisch/in den alten Lateinischen Briefen Vs6i pjtce?. Nunseynd dreyerley Gang-Flsch im Boden-See. Dieerste Gattung wird genenner Sand-Gang-Fisch/und daraus erwachsen Sünd - oder Adel- Felchen.Die andere Gattung grüne Gang - Fisch/daraus er-wachsen blaue Felchen. Die dritte Gattung weisseGang - Fisch / und dieselbigen bleiben Gang-Fisch.Etliche werden gefangen um Constantz/ und ist ihreLaich in der Fasten/und ihre Lieger-Statt zum grö-sten in Her Clauß / zwischen Bregentz und Lindau.Die andere Gattung wird gefangen um Constantz /und ist ihre Laich im WMMonat/und währet beysechs Wochen. Ihre groste Lager-Statt ist nebenConstantz/des Orts/das man nennet in der Mib/da sie jahrlich in grosser Anzahl gefangen werden.Im Jahr 1554. wurden m einem Zug gefangensechs und viertzig tausend Gang-Fische/ seynd nichtüber Spannen - lang / diese alle seynd gut gesotten/gebraten und gebachen. Diess Fische werdch in denLageln eingesaltzen / und in srembde Lande geführet.Man dörrts auch/ und verkaussts.
^ Aus den Sand-Gang-Fischen / auch aus dengrünen Gang-Fischen/erwachsen Felchlein/aus denFelchlein/Felchen/welche an etlichen Orten Balch enund Blauling genennet werden. Etliche nennen diekvlußile^ l.sculire5, etliche?slcones. Der Felchist unter den Fischen ein adelicher Fisch/ und werdenauch genennet Adel - Felchen : Nun ist aber unterden Felchen auch ein grosser Unterschied/ der Weidhalben. Dann etliche im Sand/ heissen Adel - Fel-chen : Etliche aber im Grund und in der Tiesse/ dienennet man Blau - Felchen. Der Blau - Felch he-bet an um St. Othmars-Tag : Der Sand-Fel-chen Laich aber vierzehen Tag davor. Ihre Jun-gen werden genennet Felchen - Blätterlein. DieseFelchen seynd die köstlichem Brat-Fische/ die manhaben kan / der dann auch gebraten für eine Ran-tat in weite Lande ^esührtt wird. Es ist auch dieserFisch gesotten ausbündig gut.
Bauten seynd kleine Schleim-Fischlein / fast inder Lange wie die Grundeln / haben weisse Bäuch-lein / seynd geß>reckelt und gespiegelt wie die Pfril-len/daher dann auch das Fischlein/dem Lateinischennach/ k>suel>u5 mag genennet werden. Sie werdenauch Bintzbauten Aenennet/darum/daß ihre Woh-nung und Weide in den Bintzen. Seynd gut vomDecember biß nach Ostern / alsdann hebet an ihrLaichen.
Ein Blick ist ein junger Fürnen/Hat rothe Aeu-gelein/ derohalben er ein Roth-Aeuglein genennetwird / hat die bitterste Galle unter allen Fischen / istnicht sonders groß geachtet. So sie jährig seynd/Werdens Furnling/ im dritten Jahr Fürn/Und amZürcher-See Schwalen genennt/und bey denrinis I.euciscu5, oder K4ugil ttu vizrilix. Diese Fi-sche allesamt seynd Rogner/und ist unter ihnen keinMilchner. Seine Laich hebt an im Aprillen / undwahret biß mitten im Mayen.
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