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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
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Weisel aufsuchen/und wann der gefunden/so schüt-tet man die Bienen zu gleich auf die Erde / und ver-theilet sie; Bas geschiehet des Abends nach der Son-nen Untergang.

Wann der König mit seinem Heer also gefangen/soll man den Korb nicht stracks ausrecht setzen / son-dern legen ihn an einer Seite / und mit dem Bodengegender Sonne/ und decken vorne zu/ mit grünenZweigen / Blatter oder Gras/ daß sie die Sonnenicht steche.

Unterweilen bleiben junge Schwärme in denStö-cken/ die nicht gefüttert sind / unten am Boden lie-gen / welches nicht nützlich ist. Solchen hilfst manalso / man mackt einen kleinen Rauch / hält solchennicht serNe von Stock/und treibet dessen gar ein we-nig mit einem Federwische unter die Bienen / so baldaber sie anfangen zu lausten/ lässet man nach/ und

BtöAdelichm-Land und Fetd-Lcbenö

macht das Beuten-Brett gemachsam vor / in einerStunde siehet man wieder darzu / sind die BieNenKnauf gewicken / so ist es richtig / wo nicht / so wech-le^cb ihnen ein wenig Raucy zu / und zwar so lange /biß sie hinauf/ sie pfiegens aber gememiglich nicht langzu machen. Man soll aber wohl zuschen / daß manden Rauch nicht zustarck in den Stock ziehen lasse/sonsten/wo er durch übrigen Rauch versauret wird/bleiben die Bienen nicht in demselben Stock / sie zie,hen gewiß wiederum daraus.

Die Bienen sollen m Schatten gesetzt werdemDas ist eine nöthige Eunnerung/ Und wohl in Achtzu nebmen/ dann in der heisseN Sonnen pflegen siesehr böß zu werden/ und sehr leichtlich aufzustehen.^Hnqleichen pflegen auch die Schwärme leicht wie-derum aus den Stöcken zu ziehen / wann sie gar züheiß stehen / derowegeN muß man sie nach Vortheilsetzen.

ex?, xi.

Wie und auf was Weise man ohne SZaden und Gefahr/

Bienen fortführen kan und soll»

Ann man Bienen fortführen will / so macheman ein Brett hinein/ in der Weite des Bie-nen-Stocks/ hinten breit/vornen schmal/und einer Hand breit kürtzer/ wann die Beute tieffist/auf daß das Beuten-Brett hinein kan / verschneidedas Gewürchte/ und schlage einen Keil neben dasBrett / damit / wann das Gewürchte oder Honig ab-bricht/es auf dem Brete liegen bleibe/ dann in zweyenoder dreyen Tagen, binden es die Bienen wieder an.So aber kein Brett darinnen ist / und das Honig unddie Bruth abscheusst / kommen viel Bienen um / offt-malsder Weisel selbst/auch ziehen sie offrmals gardavon.

Die Bienen fortzuführen/ nehme man zwo Stan-gen/und mache zween Stricke daran/ so sind dieStöcke gut zu tragen und zu laden. Sonst / wo mangemeine Tragen darzu brauchet/zubrechen sie offter-malen.

Man muß fein bescheiden und gewachsam mit denBienen umgehen / und darnach sie aebauet / legt mansie auch im Führen^ Die Beuten-Bretter verzwecktman mit einem alten/ dochgantzen ^zacke oder Tu-che/so kan man sie führen / wohin ttian will. Wel-che gleich zum Flatter zu angesetzet / die legt ich im

Führen auch aufs Flatter; Welche aber über dieZwerch gebauet haben / legeich auf eine Seiten/da«mit/wann schon ein Kuchen »nit Honig abschieße/sokönnen die Bienen sammt dem Weisel weichen. Son-sten/ wo ich nicht diß in Acht nehme/und ein Kuchensincket die Zwerch nieder / so erdrücket er mir die Bie-nen alle / so zwischen ihm und den andern ihren Auf-enthalt gehabt hatten / wäre der Meisel dMMter / sogienge der gantze Stock ein.

Am Fortfuhren muß man die Flug,Löcher amStocke / entweder mit einen ensen gestrickten Netz-lein/ oder mit einem dröten Gitterlein vermachen/damit die Bienen nicht heraus/ und gletcbwol Luffibaben können. Etliche gebrauchen an statt derNetzlein ausgekerbte Höltzer / welches gleich so viel)wann sie dadurch Nur Lufft haben können. Ob man,auch schon die Stöcke mit beyden Enden an Strohleget / so muß doch um angeregter Ursach willen/dasFlatter-Loch frey bleiben^ Über diß muß man auchfleißig zusehen / daß die Stöcke / so man fortführenwill / richtig verbleiben / und der Leim daran nichtmors sey / daß er nicht im Fahren herab falle/ die Bie-nen heraus fallen / Roß und Mann verjagen/ undselbsten Schaden nehmen.

XII.

Wie eigentliZ die Bienen gesetzt und gezeugt werden; Item /

was von der Bienen Eintragen im Herbst / zu halten sey.

Achdem aber die Bienen nach ibrer 8ubl!»n2und Weftn/wiejetzo erwiesen/ Saamen oderOvuii .zu jungen Bienen / in Gestalt eineskleinenMadeleinS/ins Wesel geschmeisscl/ setzen siedenselben M Nahrung Honig zu / so bald sich abersolche Wurmlein ansahen zubewegen / verklemm die

i

alten Bienen die Ächer im Wesel/darinnen die jun-gen Bienlein seyn / mit Wax/wann dann die BieNlein ihr recht Alter / das auf neun Tag gerechnet wird/erreicht haben / beissen sie sich selbst aus ihren Honig-Nestlein/wie ein jung Hünlein aus einem Ey / wasvon solche r junger Brüt i m Wesel stirbet; Atem/

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