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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
Entstehung
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Dritten Theils Zehendeö Buch.

zum Flader an? den Stock / und zwar gemeiniglichvon dem Aste genommen / daran die Bienen sich an-geleget/ wann aber solches Reiß von der Sonnendürre wird/so verliehret es seine vorige Gestalt/undhat sich das Gemercke zugleich auch verlohren.

Ich aber rathe/wer den neuen Bienen ein Merck-zeichen machen will / der thue es dergestalt / daß sol-ches den gantzen Sommer über unverrucket bleibe/sonst werden die Bienen irre gemacht/-und am Ein-tragen gehindert. Solche Zeichen macbr man ent-weder mit Flugschienen/ oder mit Stricken / damit j

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man den Stock entweder über oder unter dem Fla-det einfach / zwey-oder dreyfach / anbindet / oderein Stroh-Band um den Stock bindet. Item / dieso kleine Zeichen haben / sind auch gezeichnet. Nach-dem aber die Bienen sich gemeiniglich nach den De-cken richten / damit ihre Stocke bedecket seyn / sollman solche nicht ändern / und da sie von dem Win-de herunter geworffen worden / so gebe man guteAchtung darauf / daß sie wiederum/ wie zuvor/ eigent-lich aufgelegt werden.

x.

Was bey dem SZwarmm der Bienen zu beobaZten.

Aß die Bienen leichtlich schwärmen / ist nütz-lich / daß man ihnen im Frühling im Zeidlen/Honig und Ros genug lasset; Dergestalt ha-ben sie Gebäude / darein sie bey Zeiten Brüt setzen/sie haben auch Honig / damit sie solche erziehen kön-nen/ und machet ihnen über dieses das Honig (alsihr Gut und Reichthum) awh einen.Muth / fälltdann gut Wetter zur Schwarm-Zeit ein/ so hat man/durch GOttes Segen / junge Schwärme gnugsamzu hoffen.

Mir ist bewust/ daß etliche allhier lehren/ man solleden Bienen von der Zeit an / da man sie verschnit-ten / Honig in Tröglein vor die Stöcke setzen / :c.Aber man lasse den Stöcken ihr Honig/so darffmansich nicht besorgen / daß die Raub-Bienen Einfallthun.

Etliche verschneiden in etlichen ihren Stöcken nurdas Ros ein wenig unter dem Flader-Loch / damitsie ansetzen können/ das achte ich für eine gute Weise/dann lassen solche Bienen nicht ungeschwärmet / siewürden dann durch böß Wetter / oder andern Zu-fallen daran gehindert.

Etliche geben für/wann man Fraüen-oder Schaaf-Mllch um Walburgis ms Flader :c.schmiere/ sv sol-len sie schwärmen / ich halte aber nichts davon/es istso grosse Krafft nicht in der Milch/das Honig machtdie Bienen hurtig zum Schwärmen.

Neulicher Zeit hat auch einer von Adel/ein sehrguter Naturkündiger und Künstler gelehret/ ich solledie erste Hörnisse nehmen/so ansähet eine Zucht zu zie-hen/ solche in gar kleine Stäubelein zu schneiden/mitHonig vermengen / und den Bienen in die Stöcke zugemessen geben/ davon sollen die Bienen viel und gutewchryaffrige (wie der Hörnissen Natur ist) Weiselzeugen. Weil aber solche Hornissen übel zu bekom-men/ achte ich dafür / wann man einen Weisel auseinem Hörnissen-Neste nehme ( solcher Weisel/nach-dem Man die fliegenden Hörnissen umbracht/ist gutzu finden/ er ist viel grösser/dann eine gemeine Hor-nisse/ sitze im Neste gar stille/) und mache es mit ihm/wie jetzo gemeldet worden / es sollte gleiche Wür-ckung haben.

Hat sich ein Bienen-Schwärm angeleget / undman muß besorgen / daß sich ein anderer darzu legte/so bedecket man den Erst.n mit einem reinen Tucham Baum.

Haben sich zween oder hrey Schwärme zusam-men geleget / soll man sie in ein groß Faß thun/zu-decken/ und über Nacht stehen lassen / so scheiden siesich selbsten. Dieses räthet Nicol Jacob in solchenFallen / ich nehmete aber solche zusammen gelegteSchwärme / bevoraus/ wann es nit Haupt-Schwar-,ine seyn / uyö fassete sie miteinander,m einen gerau-men grossen Stock / blieben sie beystimmen / so wärees gut / dann der Schwärm wäre starck von Bienen/trüge dasselbe Jahr wol auch so viel/ als ein Alterein.Zöge aber ja ein Schwärm wiederum aus/so sasseteich ihn in einen andern Stock/und blieben die erstenin dem ihrigen. Man fasset auch wol ohne das kleineAffter-Schwärme in einen Stock zusammen/wannsie'sich schon nicht zusammen legen. Wann sich auchim Anlegen ein Schwärm aus 2.Z.4. oder s. Häuf-lein theilet/ darnach er Weisel bey sich hat / so fasseich sie alle in einen ^-tock. Dann Bienen-reicheStocke sind was werth/ kleine schwache Schwarm-lein kosten viel Mühe und Honig / doch wo «man sieerhält / und recht in Acht nimmt/ kommen sie das an-dere Jahr auch zur Macht/ und werden osscermalssehr gut; Zu mercken ist aber / wann man mehr als ei-nen Schwärm in einen Stock fasset / so muß man 2.oder ?.Tage fieissige Achtung geben/dann sie pflegenleichtlich auszuziehen.

Wann man siehet/ daß etliche Weisel oder Kö-nige schwärmen wollen / so soll man zuvor etwann2. oder z. Körbe säubern / und sie mit Fenchel undWantzen-Kraut / oder Honig - Blumen reiben / aufdaß die Spinneweben und ander Planck und Unrathdavon komme / und wann nun ein Schwärm vor-handen ist / so soll man die BienewKappe und Hand-schuhe anthun/und klingeln etwann auf einMejsingBecken / oder etwas anders/ dann durch solches Mit-tel setzen sie sich nieder; Dann soll man weiter einenreinen Korb in den Arm nehmen/ und mit einem höl-tzernen Dolch oder Flederwisch / .sie behende vomBaum / Pfahl oder Mauer/ oder wo sie sich ange-setzt haben/ in den Korb herab streichen / biß man sie-het / daß sie an den Ort nicht mehr fliegen / da sie auf-gefasst sind / welches ein Zeichen ist / daß der Weiselim Korb ist.

Es finden sich aber osst in Aufossnung derSchwät-me mehr dann ein Weisel oder König / derowegenden Schwärm zu schneiden / soll man zu erst den

Weisel