Des Adelichen Land-und Feld-Lebenö
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Arbeit/und schlaget sie offtfür dem Flader-Loch nie-der/ daß sie ihre Hößlein darüber vermehren / daransie einen halben Tag gesammlet.
Zu dobericht soll es auch nicht um sie seyn / weilreine Lufft der Bienen Leben / aber Faule ihr Tod ist.
Die Bienen sollen auch nicht gesetzet werden/daßder Haus-Rauch / wann er vom Winde und Gewit-ter getrieben wird/ ihren Stand berühre/ welcher ih-nen schädlich ist.
Auf den Forbergen und Dörffern gedeyen sie ambesten / in Städten / wann sie über Gassen und Haus-ser stiegen müssen / da ist es mißlich um sie.
Dann i. so ist es nicht möglich / daß die armenThierlein/ so klug sie auch immer seynd/ im Fluge nichtsollen irre werden.
2. Wann sie schon den Flug lernen / so müssensie eine geraume Zeit darzu haben / welches auch amEintragen hindert.
z. Wohnen ihre ärgsten Feinde/ dieSchwalben/ihnen Hauffenweise nahe/ die streiffen täglich auf sie/wo sie ihrer innen werdÄi.
4. Bekommen sie langsam Sonnenschein amStocke.
s. Haben weit auf die Fütterung zu ziehen / wel-ches ihr Eintragen und Bauen gar nicht fördert.
Jedoch / wer sie ausser diesen Fallen / nahe beymWohnhause haben kan/ daß er täglich einfieifflgAu-?e auf sie habe / das ist nicht unbequem / dann sie i.desto sicherer vor den Dieben sind / weil die Hunde/so das Haus bewahren / auch die Bienen mit hüten.
2. Wann ihnen etwan ein Unfall zustösset/alsvann der Wind die Decken abwirfst / wann Honiglbscheust/ die Ameisen oder Spechte an sie gerathen.Item/ wann Wespen/ Hörnissen:c. einen Anfallchun / so wird mans desto leichter inne.
So nützlich als kleine Bachlein und Wässerleinum die Bienen sind / so schädlich sind hergegen grosseTeiche und Wasser / wann sie den Bienen nahe lie-gen/ und sie ihren Flug darüber nehmen müssen. Dannwann entweder von der kühlen Lufft / so aus demWasser sonderlich zu kömmt/sie ein wenig erstarren/wie osst zu geschehen pflegt / oder von bösen Honig-Thauen schwach und matt / oder von der Nahrungschwer worden sind / so fallen sie vor Müdigkeit insWasser/ oder schlägt sie der Wind gar leicht hinein/darinnen sie alle verderben und umkommen.
Zimlichmässige Teiche aber/ die nicht gar zu großseyn / darinnen viel Gras und Schilff wächset / scha-den den Bienen nicht sehr/fallen sie schon darein/soarbeiten sie sich am Schilff wieder in die Höhe / undfliegen ihren Flug.
Die Bienen suchen ihre Nahrung und Nutzungnicht allein in der Lufft auf den Bäumen / sondernauch auf der Erden von Blumen / solten sie sich al-leine von der Baum-Blüte nehren und erhalten/sowürden sie manches Jahr übel stehen/wann nemlichdie Blühten verderben / oder die Bienen gantz undgar keine Nutzung darob empfinden/ wie offt geschieht.Bißweilen ist auch in der Baum-Blühte das Wet-ter nicht darnach / daß sie fliegen können.
Der Strauch , oder Schießbeeren-
Holtz/ welcher an gantz feuchten Orten w a chset/ so
groß als Weiden-Straucher / etliche Wochen blü-het / und schwartze Beere trägt / soll mit Fleiß denBienen zum besten gezeuget werden. Ein Stuck Hanffim Kraut-Garten kommt den Bienen wohl zu Hülffe.
Sehr zuträglich ist es auch den Bienen / wannan denen Orten / wo auf den Brach-Feldern derweisse Klee hauffig wächset / ein gut Stuck biß nachjoksnmz vaprittg- man heget/das schaffet den Bie-nen Nutz / und darvon tragen sie mit Gewalt ein.
Auf rothen Wiesen-Klee setzen sie sich nicht ehe/dann sie der höchste Hunger darzu treiber / daherdas Sprichwort erwachsen: Die jungen Schwär-me / so nach St. Petri und Pauli gefallen/ habenMacht auf solchen Klee zufliegen. Man sagt/sie ge-hen alle 6.Wochen auf denselben/ ich aber habe st<eher darauf gesehen. Dem Heyde-Korn thun sie auchnicht groß / ich aber habe/ wo es gebauet wird/dasWiderspiel wahrgenommen. Der Heyden gemes-sen sie ziemlicher massen / und so lange biß kein star-cker Reif oder Frost darein kommt / dann alsdannthut sich die Blühte zu und fället ab.
Wo aber Bienen Gehöltze und Tannen-Wäl-der nicht weit entlegen/ so aeniessen sie derselben merck-liehen / und zwar von Anfang des Sommers bißzum Ende.
Item/wo um die Bien-Stöcke nicht viel Bäu-me stehen/ pflegt man Wische aufzumachen/ daran,sichdie Bienen auch zu legen pflegen. Wann eine Stan-ge/daran man einen Wisch hänget/ 6. oder 7. Ellenlang / so ist es genug / sie durften auch alle so hochnicht gehänget werden. Die Wische macht man vonTannen-Fiechten-oder Kiefern-Reisern / wo abersolche nicht vorhanden / so nimmt man von Linden/Eichen / Kirsch-Bäumen :c. So bald aber die Wi-sche vom Laube dürre werden / daß sie rauschen/mußman neue anhängen: Die Stangen/daran die Wi-sche gehanget/müssen fest in der Erden stehen/(dochdaß man sie auf den Fall kan ausziehen) und dieWische müssen nicht wackeln / sonsten stehen dieBienen davon wiederum auf. Wann man solcheWische des Morgens ein wenig mib>Honig-Wasserbesprenget / darunter ein wenig Campher gemischet/so legen sich die Bienen willig daran.
Etliche / wann sie Bienen in Garten einsetzen/machen sie Zeichen ; Das ist nicht unrecht / schrei-ben Jahr und Tag daran mit Röthel/ und schreibenes in ein Bienen-Buch / so weiß man nachmals/wiealt ein jeder Schwärm/und aus welchem Stocke ergefallen. Über dieses/ so pflegen etliche junge Stöcke/so sie eingesetzet/ auf eine andere Manier / und auchzu einem andern Ende zu zeichnen / nemlich : ^>obald sie einen Schwärm Bienen in einen Stock ge-fasset haben/so machen sie dem neuen Scbwarrn einsonderliches Zeichen oder Gemerck an den Stock / da,mit er solchen desto eher und besser kennen / und ein-tragen lerne ; weil die Bienen keinen Nutzen indem StockDaffen mögen/ ehe sie dann des Flugszu solchem Stocke richtig gewohnet seyn.
Etliche pflegen ein Tuch über den Stock zweyoder drey Tage zu breiten / daran die Bienen denStock sollen lernen kennen. Andere hangen ein Reiß
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