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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
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denckt/ an solchen Ort setzen/ da sie gegen Mittag irehenkönnen/ und verbleiben die öbersten Eingänge mit Laimund Sand / daß nur ein Löchlein überbleibt / da eineBiene kan durchgehen/die untere Eingänge kan er miteinemBüschelHeu verstopffen/ daß di-Bienen inMan-gel der Lufft nicht ersticken; darnach soll er die Körbeunten am ^uß/wie sie auf dem Brete stehen/ auch mirgesagtem Laim und Sand verschmieren/daß sie dadurchfür den Mäusen und Winden gesichert seyn. Wannnun die Körbe also versorgt/und nebeneinander stehen/sollerweiter eine Rohr Matte nehmen/und sie für dieKörbe setzen/jedoch also/daß sie die Körbe nickt anrüh-re/ und also den gantzen Winter über stehen lassen. Sobald aber der Winter fürüber/und ein schöner warmerTag verbanden/ so soll er die Rohr-Matte wegnehmen/daß die Bienen auekommen/ und sich ihres Unflats er-ledigen können/und wann der Tag fürüber/so sollen siewieder mit der Rohr-Matte bedeckt werden/daß ihnendie kalte Wind/R?gen/Hagel/Schnee/und derglci-

chenZufalle nicht schaden.

Es ist zum höchsten vonnöthen/ daß man den Bie-nen im Winter/wenn es Schnee hat/die Flug-Löchervermache/doch also/daß die Lufft den Bienen nicht be-nommen werde. Am füglichsten aber geschicht es miteinem eng-gestricktenNetzelein oder drärhenem Gitter,lein. Etliche verstopffen die Flader mit kleinem Rohr/mit ausgekerbten Höltzern. Etliche bohren viel Löch-lein/durch ein buchen Bretlein/nageln es vor das Fla-der/ und verkleiden zu ringst um den Rand. Daran istwenig gelegen/ es geschehe auf was Maß und Weise/wenn nur die Bienen Lufft behalten. Wo ihnen diesebenommen wird/so ersticken sie alle/wenn es auch sehrschneyet/und sich solcher an die Flader drehet und we-het, so soll man denSchnee von demselben mit einemFle,Verwische abkehren/denn sonsten/wo er liegen bleibet/benimmt er den Bienen auch die Lufft/ bevoraus /wenndas obere Beute-Brel/ zum Broden nicht geöffnet

Des Adelichm Lano-uno Feld-Lebenö

worden ist. So baid aber der Schnee abgehet/ soll ^manvie Flader den Bienen wieder öffnen.

Wann nachgehends viel Bienen sich von aussen umdas Flader legen/nnd gerne wieder in den Stock wä-ren/ so lasse man erstlichen etliche Bund Stroh vorden Stock streuen/den man öffnen muß/und alsdennmachet man erst das Flader auf; denn von Strohe er-wachen die Bienen wieder auf/ und ziehen in ihrenSteck/ aber aus dem Schnee können sie das nicht thun;Derowegen was auf den Schnee fallet/muß man als-bald auflesen in den Stuben (nach Herrn von HohbergAnweisung in 10. Buch zz.Lsp.) wiederum lebendigmachen/ und in die Stöcke bringen. Solches abermuß geschehen noch an dem Tage/ da die Bienen aufden Schnee gefallen: Bleiben sie aber über Nacht imSchnee liegen/ so wird keine wiederum lebendig.

Etliche verschmieren ihre Stöcke nmRinder-Mi-ste/ ich verstopffe sie mit reinen Tüchlein/ und lasse amBeuten-Brete eines Messer-Rückens dicke offen/ daßdie Bienen Lufft haben/ und nicht ersticken.

Andere streichen über dieTüchlein Laimen/ darunterSiede oder kurtz gehacket Stroh gemischec; mlt Werckoder Hanffgehet es nicht an/die Bienen verwirren sichdarinnen/ fangen an zu summen/ und treiben die anderndurch Aufruhr von ihrer Arbeit. Am bequemsten istes aber/wenn man den Laimen hierzu nimmt/der zuvoran Bienen-Stöcken gewesen/denn solcher ist süsse/undreiffel nicht auf/ wie neuer Laim. Man muß aber sol-chen Laim klopffen und einweichen. Aus welcher Ur-sachen man denn Zubusse nimmt/Laim von einer altenWand/Kühe-Koth unter solchen alten und gepulver-ten Laim gemenget/ist auch nicht böse/ er sey alt oderneu/ kleine Gersten-Spreu/ oder Ahnen von Flachse/eingemischet/ und denLaimen nicht zu dünne machenlassen / alsdann hasstet er nicht allein wohl/ sondernglumset auch wenig auf.

VIII.

Zu kveWr Zeit des Jahrs/ man Bienen kauffen soll/ wie gute

Bienen zu erkennen / wenn sie am besten gedeyen / und ob manBienen/ davon der Haus-Wirth gestorben / ohne Gefahr

kauffen könne.

M Frühling/wenn die Kalte vorüber und nun-.uehr circs ^uuiriottium vernum, die rechteZeidel-Zeit herbey nahet/ im Mertz oder Aprilen/so ist es am allersicherstev Bienen zu kauffen/damit sievor der vollen Nutzung den Flug an den neuen fremb»den Orten lernen/und nicht in der Arbeiltgehindert wer-den. - Wer im Herbst Bienen kauffr/muß den Win-ter über gross« Gefahr tragen/welcher man überhobenist/ so man die Bienen allererst im Frühling kaufft/ dochehe sie verschnitten werden.

Welche ihre Bienen nach Ausgang des Mayensfortführen/ die thun leichtlich Schaden amGewürche/und hindern die Bienen hefftig am Eintragen/ denn ehesie an einem frembden Orce den Flug lernen/so ist dieNutzung weg.

Im suün führen die Marcker ihre-Bienen in die

Heyden/ aber sehr weit/ wenn dieses amGewürche nichtSchaden thut/ schadet es ihnen picht/ sie müssen sich ih-res Nutzens da erhalten.

Hingegen/ welche Bienen/ nachdem sie den Flugrichtig innen haben / im Sommer fort und nicht wegtraget/der kommt gewißlich drum/dann sie fliegen aufdie alte Stelle / weil sie aber den Stock daselbst nichtfinden/legen sie sich an Baume und Zäune/oder wasdem Stockam nächsten gestanden/und verschmachtenallda/man soll auch die Decken nicht wechseln/sondernviel lieber allen gar neue Decken geben/ weil die Bie-nen darvon grosse Nachricht haben.

Im Herbst/ wenn es gleich auch schon um Martiniist / soll man doch keine Bienen forttragen und in dieNähe versetzen/ denn wenn die Sonne ein wenig schei-net/ so geben sie sich in die Lufft/ fliegen an die alte Stel-le und