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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
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De6 Adeltchen-Landund Feld-Lebenö

und sagt man alsdann/ daß das Pferd sein6.Jahrangetretten habe.

Nachdem nun ein Pferd auf das Alter der sechsJahren gekommen / kan man nur an den Eck-Zah-nen/an denen Mittel-Zahnen/und Hacken ersehen/ob es zeichne / dann / wie schon erklart / so geschiehtder erste Zahn-Bruch an den vollen Zähnen/welche/Wie sie in dem Schieben die ersten/ also sind es auchdiejenige / an denen sich das Kennzeichen eher abnu-tzet und auslöscht / hernach folget der mittlern ZahneSchub/ die neben den vollen Zahnen stehen / welchesich abnutzen / und das Kennzeichen verliehren; Zuletzt brechen die Eck-Zäbne hervor / an denen manallein sehen kan / ob ein Pferd zeichne. An den üb-rigen/ weil das Kennzeichen abnutzt und auslönichts/ oder sehr wenig/zu sehen/es wäre danndaß das Pferd beZur wäre / das ist / daß es sein Le

bällang das Kennzeichen an den Zabnen behalt/voneinem Pferd aber wird gesagt / daß es zeichne/wanndie Eck-Zähne in der Mitten hohl und schwartz sind/es ist zwar dieses Schwartze nicht genug / dann derEck-Zahn mul; auch ohngefehr eines Messers Ruckendick / oder mehr hohl / und das Schwartze gantz un-ten in der Höhle seyn. Wann ein Pferd auf seinesechs Jahre kommt / das ist/ so es sechs Jahre alt ist/zeichnet es auf vorbesagte Weiß / und geht besagterZahn so weit vor das Zahn-Fleisch hinaus / als derkleine Finger dick ist / bey etlichen ein wenig mehr/wiewol nicht viel / und wird das schwartze Grübleinin etwas abgenommen/und der Hacken solche Länge/als ihm möglich / erreicht haben. Um sieben Jahrwird besagter Zahn schon etwas länger / und obnge-fehr wie die Dicke des Gold-Fingers/ auch das Geüb-tem sehr abgenutzt seyn. Um das achte Jahr wirddas Pferd nicht mehr zeichnen / das ist/das schwar-tze Grublein in dem Zahn wird vergangen / und derZahn / welchen man r.is,rt nennet / gantz platt undeben seyn / auch wie die Dicke des mittlern Fingersiüber das Zahn-Fleisch hinausgehen / wann ich aber! die Dicke oder Höhe des Zahns nenne/so verstehe ich! die Länge / und so ich von den Fingern rede/verstehe' ich die Finger eines mittelmäßigen Menschen.

Was aber die Schul-und Kriegs - Pferde an-langt / so siehet man nicht so genau auf das Alter/ daßsie nach demselben geschätzt würden. Dann gleich-wie es lange Zeit erfordert/ biß ein Pferd geschickt/und recht abgerichtet wird / so man es änderst unterwährender Avrichrungs-Zeit nicht abnutzen/sondernbey seiner Zierlichkeit erhalten will/ so kan es schwerlichim sechstenJahr im gebührenden und tüchtigenStandeinige Annehmlichkeit auf der Reit-Schul oder inKriegs-Begebenheiten zu leisten gefunden werden;Dergestalten/ obschon Pferde acht/ neun/ ja auch wolzehen Jahr erreicht / wann sie mit allen ^uslitäten/die bey einem vornehmen Pferde erfordet werden/ ge-zieret sind / fragt man nichts mehr darnach / ob sieschon nimmer zeichnen / sondern werden im hohenPreiß / ohne daß man ihren Werth nach dem Alterder sechs Jahren richte / wie bey den Lauffern undandern Pferden geschieht/ verkauffr. Wer sich dar-auf befleißen will / das Alter der Pferde/ wann sie

nicht mehr zeichnen / zu erkennen / giebet es unter-schiedliche Meinungen. Was mich betrifft/ so habich/ wann ein Pferd nicht mehr zeichnet / meine Zu-flucht zu den Schenckeln / und besiehe/ ob sie schönund gut; Zu den Flancken/ ob sie erhoben / und nichtabhängig/ frisch/ und ohne arion; Wie auch zuden Füssen / und besiehe ob sie nicht rumirr sind;Endlich / ob ein Pferd wacker frißt; Und es von sol-chem Gang ist / der einem gutem Pferd gebühret.Und dieses sind also die Zeichen der Jugend/darauf ichAchtung habe. Gleichwie aber bey den Pferden mehrals in allen andern Sachen/ein jedwederer seinen ab-sonderlichen ttumeur und Meynung hat / also willich die gewisseste Kennzeichen / so zur Erkanntnuß desAlters bey den nicht mehr zeichnendenPferden dienen/der Ordnung nach erzehlen: Wann die Aug-Grubensehr tief sind / ist es fast allezeit ein unfehlbares Zei-chen des Alters/wiewol die von alten Befchellern ge-fallene Pferde gleich von vier oder fünff Jahren antiefe Aug-Gruben/ gleichwie auch runtz'ichte und ein-gefallene Augen haben. Wann das Bein/der (^nsllen, oder untere Kinnbacken/ vier Finger höher ist alsdie untere Leffzen / und scharff hinaufwarts sich zie-het/ das ist / so man mir der Hand darüber fährr/dasselbe spitzig sich befindet/ so ist es ein gewisses An-zeichen eines hohen Alters ; Wann es aber rund iß/wird es ein Anzeigen der Jugend seyn. So manein wenig hierinnen erfahren/ kan manvorOeffnungdesMauls/inBegreiffung diesesBeins an der(-zn2llen von dem Alter eines Pferds urtheilen / welches eingar gur Kennzeichen ist. Man zieher die Haut mitzwey Fingern über die LsnaKen, oder über die Schu -rern zusammen / welche / so sie lang also verbleibt/und ihren Ort nicht wieder einnimmt / ist es ein An-zeigen / daß das Pferd nicht mehr jung ist / und jelänger es sich verziehet/wiederum sich auszubreiten/je älter es ist; Doch man kan sich daraufnichtsogarzuversichtlich verlassen / weil öffrers an einem jungenPferd / so es mager / die Haut sich nicht so bald wie-der einstellt als bey einem alten/ so fett; Hingegenist folgende Anmerckung sehr gut/nemlichdie unternvollen Zahn lassen sich mit zunehmendem Alter vor sichhinaus/und gehen bey eines Pferds hohem Alterge-rad vor sich / an statt / daß sie in der Jugend erho-ben sind / und eine Höhle unter der Zungen machen/dergestalten daß sie den obern gantz gleich sind; Biß-weilen geschicht es / daß die obern Zähne als fürsichbinaus gehen / doch sind es meistenteils die untern.Ferner ist ein gewisses Kennzeichen des Alters an ei-nem Pferd/wann es grauer / das ist/wann es beyden Augbrauen einer vublone breit/ (welches eineFrantzösische Müntz / ohngefehr eines halben Kopff-stucks groß/) mehr oder weniger mit seinem natürli-chen Haar vermengte weisse Haare bekommet / wel-ches niemalen vor vierzehen und aufs längste in fünff-oder sechszehen Jahren geschicht. Es gehet aber vielBetrug darbey vor/ dann gleichwie keine grosse Kunsterfordert wird zu sehen / ob ein Pferd grauet / alsoreisten ihnen die Roß-Händler mit einem Zangleindie weissen Haar aus / indem sie lieber haben / daßein Pferd geschalt und kahl als graulecht aussehe/oder wann zu viel weisse Haare vor banden si nd/daß

sie

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