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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
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Des Adelichen Land-und Feld-Lebens

solches für unnörbig : sondern es ist schon genug/wann ein Hauß-Wrth zurSae-undPflantz-Zeitin

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acht nimmt / daß er diese Zeichen im Calender^.und an solchen Tagen darbey habe: Hingegensolle er die Tage / an welchen ^5. LIH. md ^. ein-fallet/ meiden / und nicht darinn säen oderpflanken:Im übrigen sich andere ^spetten wenig anfechten las-sen. D-eSonne aber/welche gleichsam das Augeund die Seel der Welt ist / die allen wachsendenDingen nnt ihrer Warme das Wachsen und Zuneh-men geben muß / wie diese nun grossen Nutzen brin-get / also pfleget sie auch mit ihrer grossen Hitz ossrmalzu schaden: Dahero hat der Allweise GOrr es alsogeordnet / daß neben dem grossen Sonnen - Licht /auch der Mond hat seyn müssen / welcher durch seinekalte Feuchtigkeit / die Sonnen Hitz remperirn / undallen wachsenden Creaturen helffsn solle. Weilendieser Planet / der Mond / am allerniedrigsten stehetbey der Erden / so hat er auch grosse Krafft und inttu-en? , derohalben soll man auch auf seinen Lauff inSäen und Pflantzen wohl Achtung geben. An denvier Tagen aber / da sich der Mond ändert und einMonds-Bruch ist / als am Neu-Mond/ ersten Vier-tel/ Voll-Mond und letzten Viertel / pfleget mannickt gern zu säen und zu pflantzen.

Folget nun / wie man dasjenige / was in diesem Ca-

pitel angezeiget / nützlich gebrauchen möge. Erstlich/wann du etwas bauen/ oder ein Gerraidsaen wilt/so gieb Achtung / was an solchem Tag für e.n Zeichenregieret / (welches du in dem Calender sehen kanst)und was es für ein Lomplexivn hat. Zum andernhab acht auf den Saamen / den du säen wilt / wasfür ein Natur und Eigenschafft derselbe in sich hat.Drittens soll auch der Acker gleicher Natur mir demSaamen seyn / wanns anders möglich ist. Vier-tens habe gleichfals acht auf die Planeten-Stund /daß solche gleicher Krafft und Eigenschafft mit demSaamen seye/ in welcher du denSaamen säen wilt.Weilen nun ein gemein Sprichwort ist: Gleich undgleich gesellet sich gern. So folget auch^hieraus noth-wendig / daß solche Gleichheit des Saamens / A-ckers/Aeit :c. einen «rossen Bchuff und Antrieb zueinem guten Wachsthum beylegen muß. Dann istein Saamen trocken und warm / so soll man ihn auchin einem warmen und trockenen Zeichen säen / als zumExempel: Das Korn ist warm und trocken: dieses'wird im Widder oder Löwen / in der Stund 8uüs.viartis oder xicrcurii . gesaet/ welche Zeichen undPlaneten auch warm und trockener Narur sind/so'wird dem Boden oder Feld von solcher Natur dielKrafft und Würckung mitgetheilet / daß ein solchesKorn desto besser wachsen und gerathen kan.

VI.

Bon der vilti'Mion und UnterWed der Aecker und

Felder nach Verschiedenheit des Erdreichs.

As allererste und gleichsam das vornehmste/so man von dem Acker-und Feld-Bau verste-hen muß / ist die unterschiedene Art des Erd-bodens / und was eines jedwedem eigentliche Naturund Eigenschafft sey. Es ist aber der Erdboden über-haupt eigentlich in dreyfachen Unterschied ; nemlich/entweder von lauterer Erden/und der ist insgemeinkalt und nasser Eiaenschafft; oder er ist von lauterenSand/und also hitzig und trocken; oder endlich vonErden und Sand vermenget / und daher auch ver-mischter Art. Die Aecker von lauterer Erde / sindwiederum mancherley/dann einer ist wärmer als derandere/ und nachdem einer und der andere lieget/sohat er auch seine sonderliche Würckung ; etliche lie-gen hoch / und scyn dabey leimigt / und diese sind auch

keit und Nasse zuscheust / sind viel kälterer Eigenschafft / und nicht so fruchtbar / wie vorermeldte.Die fandigten Aecker hingegen sind alle von hitzigerArt/und welche allzuhoch liegen / tragen gar wenigFrucht/ dann die Hitze ist Kommers-Zeit bey ihnenzu groß / und thut all^s ausbrennen ; welche aberniedrig und auf Wassern oder Quellen ligen / sindnicht so sehr hitzig/weilen von dem Wasser gleichsameine katte Feuchtigkeit über sie steiget / und den Sandabkühlet / und in solchen smdinten Aeckern wachset

noch wol etwas / jedoch von keinem sondern Über-schuß.

Wo aber die dritte Haupt-Art / oder gemengteAecker sind/dabey muß man wohl erwägen/welcherTheil (nemlich / entweder die Erde oder der Sand)einer den andern an der Viele übertrifft / dann das-selbe Theil hat auch an der Eigenschafft den Vorzug/und gehet den andern an der Art vor; als zum Exem-pel : so ein Acker mehr Sand hat / wird der Sandmit seiner Hitze der Erden vorgehen : also auch/woeine Erde dem Sand an der Menge übertrifft / damuß des Sandes Natur und Hitze dem Erdreich denVorzug lassen / und kan denselben an seiner Wur-ckuug nicht verhinderlich seyn ; und also ist die Be-schaffenheit von allen Aeckern / nach deren Naturund Eigenschafft insgemein zu erkennen; jedoch/ wei-len noch vielerhand Arten von der Erden / und son-derlich der gemengten sind / als bat man insonderheitauf folgende acht zu geben; Nemlich / der Unter,schied des Erdreichs/öder der Aecker bestehet in demChur-und Fürstentum Sachsen / Meissen und dar-anstoffenden Landschafften / als Altenbura / Voigt-land/Zeitz/ Mörseburg/ Weissenfels/Naumburg/Thüringen / Laußnitz :c. eigentlich in zehnerlei) Ar-ten / als da ist: (1.) SchwartzerAcker oder Erde. (2.)Grauer Acker, (z.) Gelb-und leimigter Acker-Bo«' ' (s.) Steinigter Acker.

den.

(6.)

(4.) Rothes Erdreicandigter Acker--

)0den. (7.) Thonigter

Acker.