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7 (1915)
Seite
369
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Einleitung. 369

Breisach, welche allerdings schon vor ihm von Brilinger, jedochweniger genau, waren aufgenommen worden 1 ).

Neben diesem Inhalt aus schriftlichen Quellen finden siclischon über die ältere Zeit einzelne Angaben, welche teils auf5 der örtlichen Ueberlieferung, teils auch blos auf Briefers Ver-mutung beruhen mögen. Doch erst mit der 1437 erfolgtenWahl Bischof Friedrichs ze Bin beginnt eine Reihe von Nach-richten, für welche wir ungeachtet ihres zunehmenden Um-fangs wohl keine schriftliche Quelle zu vermuten brauchen,10 da sie der Zeit nach bereits als Briefers eigene Aufzeichnungendürfen aufgefasst werden. Dieselben erscheinen nämlich anfangsnur als geringe Ergänzungen zu den Berichten Blauensteins,uud erst unter dem 1478 erwählten Bischof Kaspar ze Hin, indessen Regierungszeit Briefers Jugend fiel, werden sie inhalt-sreicher. Und gleichwie schon aus dem XL Jahrhundert derkirchliche Streit zwischen Kaiser und Papst am ausführlichstenerzählt wird, so bildet hier den Hauptinhalt zunächst der miss-glückte Concilsversuch des Andreas von Crain und später dieBasier Reformation von ihren ersten Anfängen bis zum völligen20 Sieg i m Februar 1529, und damit schliesst die Chronik.

Haben wir bisher gesehen, wie Briefer das Ergebnis seines CompUatioiSammeins und Forschens über die Basler Bischöfe in einer Ton 155 °"landschrift niederlegte, die er seinem Freunde Stumpf zum Ge-schenk machte, so lässt sich kaum bezweifeln, dass er denselben" j^halt gleicherweise auch für sich selber aufgezeichnet habe,^ine solche von ihm gefertigte Handschrift ist in Basel aller-dings nicht mehr vorhanden. Wohl aber findet sich, wie wirschon früher sahen 2 ), der gesamte Inhalt von Briefers Chronikiioch in einer Compilation, welche 1550 in Basel von unbe-

3 " J*nater Hand gefertigt wurde und jetzt als Cod. VBO 15, 1der Oeffentlichen Bibliothek angehört. In dieser Handschrift,Reiche ursprünglich 52 Folioblätter enthielt, reicht der Inhaltbis 1538 und füllt 93 Seiten, neben welchen die leer geblie-benen Blätter mit dem erst später beigefügten grünen Papier-

35 J* ms chlag zusammengeklebt sind. Zwei nachträglich hinter dem^chluss noch eingefügte Blätter enthalten von einer Hand des^VlII. Jahrhunderts nur Auszüge aus Wurstisens gedruckterChronik und aus dem sog. Calendarium der Karthaus 3 ). Von der-

1) S. oben S. 190.

2) S. oben S. 309.

3 ) Uebcr dieses Jabrzeitbucb der Karthaiis s. B. Chron. I 235, 363u. 524 ff.

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