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7 (1915)
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368 Briefer.

dem erst im VIII. Jahrhundert lebenden Walanus beginnenlässt, hebt er hervor, dass auch andre deutsche Bistümer erstum diese Zeit gegründet wurden. Hiefür aber beruft er sichauf: »Hermannus Contractus«, dessen Chronik überhaupt dieeinzige Quelle ist, welche er mit Namen nennt. Dieses Werk, '•>das schon 1529 in Basel im Druck erschien 1 ), kannte er mög-licherweise auch aus jener Handschrift, aus welcher späterWurstisen dasselbe samt der damit eng verbundenen ChronikBernolds von St. Blasien im Druck herausgab 2 ). Denn dieseletztere diente Briefer offenbar als Hauptquelle zur Erzählung IQdes langen Kampfes zwischen Heinrich IV. und den Päpsten,zur Zeit der Bischöfe Beringer und Burkhard. Doch scheinter dieselbe teils aus dem in Tübingen schon 1525 gedrucktenLambert von Hersfeld ergänzt zu haben, zum Teil aber auchaus einer mir unbekannten Quelle. Und dieses letztere gilt i»ebenso von einigen Nachrichten des XII. und des beginnenden

XIII. Jahrhunderts, sowie auch von mehreren die Bischöfe diesesZeitraums betreffenden Jahrzahlen, von welchen allerdings ein-zelne schon in den Marbacher Annalen sich vorfinden 3 ). Die1215 erfolgte Absetzung Bischof Walthers von Röteln hingegen 20stammt offenbar aus dem nur bis zu diesem Jahre reichendenChronicon pontificum et imperatorum Basiliense 4 ).

Als Hauptquelle dienten für das XIII. Jahrhundert dieColmarer Annalen, deren einzig noch vorhandene HandschriftBriefer besass 5 ), und neben diese trat sodann bis Mitte des #

XIV. die Chronik des Mathias von Neuenburg. Für die Folge-zeit hingegen tat diesen Dienst bis 1475 Blauenstein, und neben-hin auch Beinheims Chronik der Bischöfe, während schon ausfrüherer Zeit einzelne Nachrichten genau mit der bereits er-wähnten Kosmographie Sebastian Münsters übereinstimmen. 30Auch kannte Briefer verschiedene Urkunden, welche in SchnittsWappentafel nicht erwähnt werden. So ist er z. B. der erste,welcher den zwischen Rudolf von Habsburg und Bischof Hein-rich von Neuenburg geschlossenen Waffenstillstand vom 22. Sept.1273 nach seinem genauen Wortlaut wiedergibt"). Und das- 35selbe gilt auch von zwei längst verschwundenen Inschriften zu

1) In Sichards Chronicon eruditissimorum autorum.

2) S. Mon. German. Scr. V 70.

3) S. ebend. XVII 161, 104 u. 179, z. J. 117!), 1189 u. 1238.

4) S. ebend. XXIV 148.

5 ) S. Urstisius, Qermaniae historici illustres II 4.

6) Diese Urk. vgl. in Wurstisens B. Chrou. S. 183.