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selben Hand folgt auch am Schluss der Compilation die gleich-falls aus Wurstisen stammende, jedoch nur bis 1554 reichendeFortsetzung, und ebenso verhält es sich sowohl hinsichtlich derQuelle als des Schreibers auch mit der Mehrzahl der in dieHandschrift eingehefteten Zettel. Doch neben diesen finden 5sich auch einige, die von einer Hand des XVI. Jahrhundertsbeschrieben sind, und einer von diesen trägt die Unterschrift»Hans Jacob Losz« und gibt über die Quellen der Compilationfolgenden Aufschluss J ): »Dieser cathalogus episcoporum Basi-liensium ist uszzogen und zusamenbrocht usz 2 Tütschen catha- 10locis episcoporum domini Nicolai Brieffers, ouch einem sonstzerrissenen cathalogo, und usz Johannis Stumpften beschribungezum gloubhafftigisten erlütert und beschriben im januario anno1550«.
Wie schon die durchaus verschiedene Schrift zeigt, war 15der unterzeichnete Hans Jakob Losz oder Loosz 2 ) keinenfallsder Schreiber dieser Compilation. Vergleichen wir nun seineAngaben mit dem Inhalt der Handschrift, so erweist sich alsderen Hauptquelle die Chronik Briefers. Da jedoch die 1540speziell für Stumpf geschriebene Handschrift in Zürich ver- 20blieb, so kann sie unmöglich dem Basler Compilator als Vor-lage gedient haben. Vielmehr müssen wir hiefür eine zweite,von Briefer für seinen eigenen Gebrauch gefertigte, jedochseither verlorne Handschrift seiner Chronik voraussetzen, unddafür spricht auch der Umstand, dass die Compilation im Ver-gleich zur Zürcher Handschrift einige bessere Lesarten aufweist.Wir dürfen daher unter dem einen der von Losz erwähntenzwei »Tütschen cathalocis Brieffers« wohl diese verlorne Hand-schrift vermuten. Zugleich aber sahen wir schon früher, dasszu den Quellen dieser Compilation jedenfalls auch die seither 30verlorne Vorlage zur Chronik im Turnierbuch gehörte 3 ). Sowenig nun diese Vorlage von Briefers Hand geschrieben war,so mochte sie immerhin gleich andern Handschriften in seinenBesitz gelangt sein und mithin zu seinem Nachlass gehören-Es liegt daher die Vermutung am nächsten, dass der zweites"der von Losz erwähnten deutschen Kataloge diese seither ver-lorne Vorlage war. Auch mochte Briefer dieselbe erst erworbenhaben, nachdem er 1546 seine eigene Chronik der Bischöfesowohl für sich als für Stumpf bereits geschrieben hatte.
1) Ueber die übrigen von Losz beschriebenen Zettel s. unten Beil U-
2) Loosz lautet sein Name auf seiner Grabschrift; s. Toniola S. H'J-
3) S. oben S. 316.