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seiner Ernennung durch Heinrich IV., nämlich 1072. Für dieFolgezeit aber nannten sowohl der Catalogus als auch Blauen-stein in der Regel wieder die richtigen Kaiser, so dass sichfür eine wenigstens annähernde Zeitbestimmung jedes Bischofs
5 keine Schwierigkeit mehr erhob.
Da Briefer sich nicht verhehlen konnte, dass die Regie-rungszeit der beigegebenen Kaiser sich mit derjenigen derBischöfe nur selten deckte, so setzte er von Anfang an zu demKaiser, welchen seine Quellen nannten, meistens noch den nächst-
io folgenden hinzu. Zugleich aber setzte er überhaupt zu jedemKaiser bei seiner ersten Nennung auch das Jahr seiner Thron-besteigung, und ausserdem fügte er nach dem Vorbild seinerQuellen noch die gleichzeitigen Päpste bei. So richtig nundiese irgendwelcher Weltchronik entnommenen Angaben auch
15 meistens sind, so beruhte immerhin die Einschaltung eineszweiten Kaisers bei den Bischöfen der ältesten Zeit lediglichauf Briefers Vermutung. Und in der Tat erweist sich diesevermeintliche Ergänzung nicht allein für das ohnehin schonverwirrte X. Jahrhundert, sondern auch für die frühere Zeit
2 <> nahezu durchweg als irrig, während sie zum XI. Jahrhundertsich überhaupt nur vereinzelt vorfindet. Für die Folgezeit hin-gegen, von der Mitte des XII. Jahrhunderts an, fand Briefer inseinen Quellen für jeden Bischof entweder das Jahr seiner Er-wählung oder sein Todesjahr, so dass die Kaiser zur Zeitbe-
25 Stimmung fortan entbehrlich wurden. Doch dessen ungeachtetfuhr er in seiner Chronik bis zu Ende fort, bei jedem Bischofsowohl die gleichzeitigen Päpste als auch die Kaiser samt demJahr ihrer Thronbesteigung anzugeben.
War Briefer vor allem darauf bedacht, für jeden Bischof Reiche-30 eine richtige Zeitbestimmung zu ermitteln, so war er nicht In]iaUs .minder auch bestrebt, sein also verbessertes Verzeichnis durchHerbeiziehung von Nachrichten »ex certis et indubitatis auton-b us« zu einer zuverlässigen Chronik der Basler Bischöfe zuerweitern 1). Zu diesem Zweck ersetzte er zunächst den schon35 von Schnitt bezweifelten Bischof Pantalus durch eine Einlei- ■tung über Basels Ursprung und älteste Geschichte, welche nebenBlauensteins Chronik grossenteils auf der 1545 bereits in zweiterAuflage gedruckten Kosmographie Sebastian Münsters beruht,aber zugleich auch die Kenntnis von Königshofens Weltchromk40 verrät. Indem er hierauf die Reihe der Basler Bischöfe mit
I) S. oben S. 364.