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7 (1915)
Seite
361
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Einleitung 361

Rektor gewesen und bald darauf zu St. Peter Dekan geworden,amtete er im Januar 1528 auf der Disputation zu Bern alseiner der vier Präsidenten 1 ). Der Reformation gegenüber galter jedoch als »ein treft'enlicher bäpstler«, und als diese Bewe-gung im folgenden Jahr auch in Basel siegte, verliess er inder Tat die Stadt und zog für einige Zeit nach Frankreich 2 ).Doch schon im April 1532 kehrte er nach Basel zurück undbezog fortan wieder regelmässig seine Pfründe als Dekan zuSt. Peter ;| ). Als Lizenziat beider Rechte hielt er nun, wie

10 früher, an der Universität wieder Vorlesungen über Zivilrecht 4 ).Auch wurde er, in Anerkennung seiner früheren Verdiensteum die Universität, 1538 einstimmig in das »Collegium juris-consultorum« aufgenommen und folgenden Jahrs wieder zumRektor erwählt 5 ).

15 Doch neben der Jurisprudenz war er zugleich ein eifriger

Geschichtforscher. Hievon zeugt zunächst der noch vorhan-dene »Codex Briefen« 8 ), welcher neben vielen Urkunden, derenmanche er von Gilg Tschudi erhielt 7 ), unter anderm auch dievon Briefer unter Mithilfe von Konrad Schnitt verfasste Ge-

2 ° nealogie des Hauses Habsburg enthält 8 ). Weiter hinterliess ereine Urkunden Sammlung, die nach seinem Tod in den Besitzdes Bürgermeisters Bonaventura von Brunn überging und vondiesem auch Wurstisen mitgeteilt wurde 9 ). Diese seither ver-lorne Sammlung, die wir nur noch aus den Auszügen in

25 "urstisens Analekten kennen, enthielt allerdings zum grösserenl'eil noch bekannte Urkunden 10 ), doch immerhin auch einige,Welche einzig hier erhalten sind. Während nun in dieser Ur-

1) S. Anshelms Bcrncrchron. V 230, und Eidg. Abseh. IV 1 a, S. 1238.

2) S. ebend., forner Gasts Tagebuch z. 15. April 1548 (S. 60 in Bux-tQ rfs Ausgabe).

3) S. im St. Archiv, St. Peter QQ, Bl. 24 und TT 1, Bl. 35v u. 40^,und vgl. Qasts Tageb. a. a. O.

4) S. Herzog, Athcnae Rauricae S. 109, der sich auf Petrus Ilamus beruft.

5 ) S. Juristische Matrikel z. J. 1538: premerentibus id veteribus suisn <>u vulgaribus in academiam offieiis et benefieiis. Eerner s. Universitäts-matrikel z. J. 1539.

6) Früher E III 1, jetzt aber H III 1 der Oeffentl. Bibliothek. EineInhaltsübersicht dieser Hs. s. bei Sal. Vögeli im Jahrb. f. Schweizergesch.X IV 128 ff.

7 ) S. Vögeli S. 129.

8) S. ebend. S. 134, ferner Briefwechsel d. Beatus Rhenamis, Ausgv - Horawitz und Hartfelder S. 480, und vgl. B. Chron. VI 93 u. 94.

9) S. Wurstisens Analekten S. 41 3 ff.

10) Die meisten s. bei Boos, Urkb. d. Landschaft Basel, und einige imBasler Urkb. I und II.