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7 (1915)
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360 Brief".

Ratsherr 1 ), worauf er vermutlich 1482 starb. Ihm folgte im Rat1483 bis 1501 der Küfer Hans Briefer 2 ), welcher im neben demHaus zum Karspach gelegenen Haus zum Strauss (jetzt No. 9)wohnte und schon 1470 ein Vermögen von 600 Gl. versteuerte 3 ).Als dessen Nachfolger im Rat erscheint 15031523 Bartholo- '>meus Briefer 4 ), der das an den Strauss stossende Haus zumRosenfeld (jetzt No. 7) bewohnte 5 ). Da nun diese drei Brieferim Rat sich ohne Unterbrechung folgten, so liegt die Vermutungnahe, dass von 1467 bis 1523 dieses Ehrenamt sich jeweilen vomVater auf den Sohn vererbte, und dass mithin Bartholomeus ein ,0Enkel, und Hans ein Sohn jenes 1443 eingebürgerten PeterBriefer war. Als ein zweiter Sohn dieses letztern, mithin alsHanses Bruder, erscheint noch ein jüngerer Peter, der 1483bis 1503 als Zunftmeister der Weinleute im Rate sass, alsodie Küferei mit dem Weinhandel vertauscht hatte und im Haus 15zum Karspachwohnte 0 ).

Wie der ältere Peter Briefer, so hinterliess auch dessenEnkel Bartholomeus einen gleichnamigen Sohn, der als Küferdas neben dem Stammhaus Karspach gelegene Haus Zesingen(später zum Zeisig genant und jetzt No. 13) bewohnte und 1530 20verkaufte 7 ). Von Nikiaus Briefer aber, dem Verfasser der vor-liegenden Chronik, wissen wir zwar nur, dass er ein Enkel HansBriefers war, und dass 1524 sein Vater noch lebte 8 ). Da jedochdie Ratsglieder nur jedes zweite Jahr wieder wählbar waren, aberim Zwischenjahr dem alten Rat angehörten, so dürfen wir diesen 25Vater wohl in dem Ratsherrn Bartholomeus vermuten, dessen Todwohl erst kurz vor der neuen Ratswahl vom Juni 1525 erfolgte,und demnach war Nikiaus des jüngeren Bartholomäus Bruder.

Schon 1500 wurde Nikiaus Briefer auf der Universität im-matrikuliert, und nachdem er Magister geworden, bezog er von 301507 bis 1513 von der Stadt einen Gehalt als Hochschullehrer.Aber schon 1511, wo er das Rektorat bekleidete, war er bereitsauch Chorherr von St. Peter 9 ). Nachdem er 1520 nochmals

1) S. Schönb. S. 794 ff.

2) S. B. Chron. VI 534 ff., auch III 98 u. 101.

3) S. Schönb. S. 7(>2 und Histor. Grundb., Rümelinspktz No. 7.

4) S. B. Chron. VI 541 ff.

5) S. Hist. Grundb., Rümelinspktz No. 9.

6) S. ebend. und B. Chron. VI 534 ff.

7) S. ebend. No. 13.

8) S. im St. Archiv, St. Peter SS, Bl. 29, und Wurstisens Epitome S. Iö6.'>) S. Universitätsmatrikel z. J. 1500 u. 1511, und Stadthaushalt Basels

III 190 u. 230.