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7 (1915)
Seite
195
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Einleitung. 195

men. Diese Arbeit brachte er am 25. März 1517 zum vorläu-figen Abschluss, ergänzte sie aber l, r j2b' oder noch später durcheinen Anhang 1 ). Sodann übersetzte er 1522, wie schon er-wähnt 2 ), für Bürgermeister Adelberg Meyer, den Neffen des Dom-5 herrn Arnold zum Luft 3 ), die Chronik Heinrichs von Beinheimms Deutsche. Doch ist uns diese Uebersetzung einzig noch ineiner Abschrift erhalten, gleichwie auch der lateiniche Urtextlängst verloren ist 4 ). Die Ueberarbeitung der Chronik Blauen-steins hingegen, sowie auch die lateinische Uebersetzung der

10 Grössern Basler Annalen, finden sich beide in einer Handschrift,welche Brilinger für sich selber fertigte. In diese Handschrift,welche sich jetzt als Cod. Z 37 in der Kantonsbibliothek inAarau befindet, begann er spätestens 1510 alles einzutragen,was ihm der Aufbewahrung wert schien, so namentlich allerlei

15 von ihm z. T. schon in Rom gesammelte Inschriften. Docherst von 1511 an zeichnete er in diesem Buche Jahr fürJahr auch die Zeitereignisse auf, und so entstand eine kleineChronik, die jedoch nicht weiter reicht als bis 1525. Immer-hin war er noch 1 527 in Basel, da er in sein Buch die Grab-

2 " Schrift des damals hier gleich nach der Wahl verstorbenenBischofs Rudolf von Hallwil eintrug 5 ). Als jedoch im Februar1529 die Reformation siegte, verliess jedenfalls auch er gleichandern Kaplänen die Stadt und siedelte mit dem Domkapitelnach Freiburg i. B. über. Denn schon z. J. 1530 finden sich

J s in seinem Buch einige Inschriften aus dieser Stadt"), und 1535,wo er sein väterliches Haus zur Krone verkaufte, wird er beider Fertigung vom 29. Juli ausdrücklich als »Hieronymusßrüllinger, ein priester zu Frey bürg i. B.« bezeichnet 7 ). Wielange er aber nachher in dieser Stadt noch lebte, ist unbekannt,und ebensowenig wissen wir, ob er mit dem in Basel erst 1536eingebürgerten Buchdrucker Nikiaus Brylinger irgendwie ver-wandt war 8 ). Auch von den weitern Schicksalen der von ihmnmterlassenen Handschrift wissen wir nur, dass sie 1786 durch

1) S. Brilingers Ceremoninle, Hs. d. Oeffentl. Bibliothek, Bl. 1 u. 37v,^° er bemerkt, dass 1526 der Heinrichstag (13. Juli) auf einen Freitag fiel,dieser Anhang beginnt auf til. 35.

2 ) S. oben S. 193 u. B. Chron. V 341.

3 ) S. Wurstisen S. 439 und B. Chron. VI 416.

4 ) S. B. Chron. V 341.

5 ) S. Hs. Bl. 67v un d vgl. Tonjola S. 13.

6 ) S. ebend. Bl. 68.

7 ) S. Histor. Qrundb., Freie Strasse No. 45.

8 ) S. Oeffnungsb. VIII 42.

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